Star Trek 2 – Der Zorn des Khan (Die Geschichte von)

Was mir schon immer auf der Zunge lag: McCoy ist eine Dramaqueen, die nur in der Serie ist, um ständig zu nörgeln. Doch nun zur Handlung: Wir beginnen dieses Mal nicht mit einem schwarzen Bildschirm, sondern mit einem schwarzen Bildschirm und hellen Punkten, also Sternen, und flippiger Musik. Gespannt studieren wir drei Minuten lang die Namen im Vorspann, damit wir auch genau wissen, wie der Statist heißt, der im Hintergrund über den Jordan geht, während er unmotiviert so tut, als würde die ganze Brücke wackeln.
Wir befinden uns im 23. Jahrhundert. Genauere Angaben scheinen nicht von Nöten zu sein. Hundert Jahre auf oder ab machen in der Raumfahrt augenscheinlich keinen besonderen Unterschied. Spock ist zum Captain befördert worden und betreut Rekruten beim Kobayashi-Maru-Test. Der Test kann nicht bestanden werden, wodurch der Proband mit dem Scheitern konfrontiert wird. Da es hier um viel Emotionen geht, ist es vollkommen nachvollziehbar, einen Vulkanier zur Betreuung abzustellen oder eine Litfaßsäule.
Spock testet die Vulkanierin Kirstie Alley, die damals noch keine Gewichtsprobleme hatte. Für ihre Simulation übernimmt Uhura wieder das Callcenter und außerdem steht ihr beinahe die gesamte Crew der Enterprise zur Verfügung. Ernsthaft. Wir sollen glauben, dass die Veteranen des Universums Statisten an Konsolen spielen, während eine Vulkanierin getestet wird. Das wäre so, als müssten sich Superman und Captain Planet ab sofort nur mehr um Pinki und Brain kümmern.
Admiral Kirk wird alt. Leider ist er allergisch gegen das ominöse Augenkomplettheilmedikament und von lasern hat man im 23. Jahrhundert noch nix gehört. Also benötigt er eine Brille. Er charakterisiert ein unwichtiges Statistencrewmitglied und schon starten wir den Countdown, wie lange der Typ noch lebt. Außerdem verwenden sie im 23. Jahrhundert noch Röhrenfernseher von 1980. Aber sonst ist alles gut und es kann endlich losgehen.
Zumindest Chekov ist im Rang aufgestiegen und gerade mit dem Genesisprojekt beschäftigt. „Was genau ist Genesis?“ Ich hasse Vortragende, die sich selbst Fragen stellen. Bei Genesis konkurrieren die Wissenschaftler mit Gott. Aber warum? Weil Genesis einen Planeten nicht in sechs Tagen, sondern in sechs Minuten bewohnbar macht. Warum stört mich das? Wenn man es schon mit den Jahren nicht so genau nimmt, warum dann mit der Wissenschaft. Doch was genau ist hier mein Problem? Wie genau soll sich Materie und Wachstum so schnell über einen Planeten ausbreiten und miteinander funktionieren? Was sagt McCoy dazu? McCoy sieht darin gleich den Untergang des Universums. Die Dramaqueen vor dem Herren. Habe ich meinen Punkt jetzt klar gemacht? Ja! Ich glaube, ich lasse das mit den Selbstfragen wieder. Der Joke ist durch.
Chekov findet einen Planeten, auf dem absolut kein Leben möglich ist, beamt runter und trifft auf Khan und seine Crew, die schon seit 15 Jahren dort leben. Sie haben sich einige Tücher ganz fest um den Kopf gebunden und damit war das Überleben kein Problem mehr.
Nun wird Khan charakterisiert. Er hat einen Vokuhila und das ist eigentlich schon alles, was man über ihn wissen muss. Aber für die Neugierigen und Strebsamen erkläre ich es gerne genauer. Er ist das Produkt genetischer Experimente des 20. Jahrhunderts. Seine Mannschaft und er befanden sich 200 Jahre im Kälteschlaf und wurden dann von Kirk gefunden. Khan wollte die Enterprise für sich und wurde deshalb mit seiner Mannschaft auf diesem Planeten ausgesetzt. Leider bekam die Welt durch eine Explosion gleich darauf ein massives Downgrade. Nun eine allgemeine Frage. Warum können Khan und seine Mannschaft aus dem 20. Jahrhundert mit Raumschiffen und Technologie des 23. Jahrhunderts umgehen? In Wahrheit müssten die eigentlich den Zündschlüssel zum Starten suchen. Nun implantiert Khan Chekov ein Tier, welches seine Handlungen kontrolliert. Eigentlich ist er durch Suggestionen beeinflussbarer und nicht fremdgesteuert, aber komplizierte Wörter haben keine feste Bedeutung, sondern sind eher Interpretationssache. Khan interessiert sich nun für Genesis, welches von Kirks Ex und seinem Sohn David betreut wird. Oft lauft blöd. Eine bessere Rachegrundlage kann man sich kaum wünschen.
Schon wieder wird die Enterprise repariert, damit sie dann in den Ruhestand geschickt werden kann. Kostet ja nix, so ein Dorf für 400 Leute wiederherzurichten. Kirk findet das doof und macht noch einen kleinen Rundflug. Für ihn ist das offensichtlich so wie ein Spaziergang um den Block. Augenscheinlich ist der Treibstoff im 23. Jahrhundert wesentlich billiger als aktuell. Kirks Ex ruft an, doch Khan aus dem 20. Jahrhundert stört mit Chekovs Schiff vom Arsch der Heide aus die Kommunikation. Kirk will hin, doch die Sternenflotte sagt nö. Geht ja nur um Genesis. Also muss Kirk mit seinen Komparsen die Enterprise stehlen. Spock übergibt das Kommando wieder an Admiral Kirk, weil er das mit dem Befehlen doch nicht so Toggo findet und schon ist alles wie zuvor.
Die Enterprise erreicht die Forschungsstation, die sich plötzlich in der Nähe vom Heimatplaneten von Khan befindet. Das ist auf die berühmte Kontinentalplanetenstationsverschiebung zurückzuführen. Natürlich bemerkt Kirk, dass Khan Chekovs Schiff übernommen hat, doch fairer Sportsmann wie er ist, fährt er seine Schilde nicht hoch, sondern lässt sich abschießen. Dann hackt er Khans Schiff und schießt ihn wiederum ab. Letztendlich sind beide Schiffe schwer beschädigt. Wir nenne das die typische Win-Win-Situation. Kirk besucht nun in aller Ruhe seine Ex, David und die anderen Forscher auf der Station und befreit Chekov. Kirks Sohn greift seinen Vater dabei mit einem Messer an, aber das kommt in den besten Familien vor. Khan stielt einen Behälter, in dem sich Genesis befindet und Kirk brüllt. „Khan!“ Sobald gejammert wird, ist natürlich auch McCoy zur Stelle, der in David jedoch einen Dramaqueenverbündeten gefunden hat.
Zum Glück kann Kirk Khan täuschen, während er mit Scotty spricht. Die Regel lautet: § 46a: Wenn während eines Gefachtes Nachrichten übertragen werden, sind verschlüsselte Meldungen in jedem Fall untersagt. Wann genau soll man dann verschlüsselte Meldungen verwenden? Wenn der Feind nicht zuhört? Kirk lockt Khans Schiff in einen Nebel und schießt ihn vollständig ab. Die jahrelange Erfahrung als Captain des 23. Jahrhunderts macht sich gegenüber eines Genprojekts des 20. Jahrhunderts also doch bezahlt.
Nun kommt es zum dramatischen Ende. Genesis wird gezündet und die Enterprise muss fliehen, doch der Warpantrieb funktioniert nicht. Spock repariert den Antrieb, doch muss sich dabei opfern. Ein Strahlenanzug wäre zwar dufte gewesen, doch im 23. Jahrhundert läuft man lieber mit Pyjamas herum. Zuvor überträgt Spock seinen Geist auf McCoy, kann aber trotzdem super arbeiten. Er sagt: „Nicht vergessen.“ Nicht nur, dass er die Gedankenverschmelzaktion ohne Zustimmung oder Information an McCoy durchzieht, das Ganze ist ja wohl nicht davon abhängig, ob er sich daran erinnert. Was, wenn er mal ordentlich einen zur Brust nimm. Ups, Spock weg. Genesis erschafft eine Vegetation und Leben auf dem Planeten und Spocks Leichnam wird dorthin geschossen. Meiner Meinung nach eine etwas übertrieben und ein wenig angeberische Bestattungsstätte. Aber zumindest muss man sich keine Gedanken machen, ob die Blumen auf Spocks Grab noch frisch sind.

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King of Queens S1E1 – Trautes Heim (Die Geschichte von)

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Der als Sitcom getarnte Psychohorrorthriller King of Queens erzählt vom vermeintlich harmonischen Zusammenleben dreier narzistischer und machiavellistischer Psychopathen. Diese versuchen unentwegt einander maximales Leid zuzufügen, um ihre eigenen Maxime durchzusetzen. Dabei gehen sie bei Familie und Freunden über Leichen. Zum Glück findet sich in der gesamten Serie kein sympathischer Charakter, wodurch man auch kein Mitleid mit jemandem haben muss.
Die traurige Geschichte beginnt mit dem behüteten Eheleben von Doug und Carrie Heffernan. Sie leben in Queens, haben mittelmäßige Jobs und sind vermeintlich glücklich. Dougs einzige Hobbys sind die vermehrte Nahrungsaufnahme und ein lebenslanger Fernsehmarathon. Dafür behandelt ihn Carrie wie ein Kleinkind, putzt seinen Freunden die Nasen und schickt sie nach dem Spielen nach Hause zu ihren Müttern.
Carries Vater, Arthur Spooner, ist ein Sadist und möchte das Familienglück zerstören. Er ersinnt einen sinisteren Plan und brüllt seine Frau in den Herzinfarkt. Wer hier an einen „Unfall“ glaubt, kennt noch nicht unseren Choleriker. Er wehrt sich gegen das Altersheim, fackelt aus Trotz sein eigenes Haus nieder und gibt sich vermeintlich reumütig und gebrochen. Carrie manipuliert Doug mit Elefantentränen, bis er schließlich zustimmt Arthur in ihrem Haus aufzunehmen. Ohne auch nur zu fragen lädt sie auch ihre Schwester Sara ein, bei ihnen zu wohnen. Die besondere Diabolik unserer psychopathischen Tochter wird deutlich, als sich ihre Stimmung kurz nach Dougs Zustimmung sofort von tottraurig in überschwänglich heiter verändert.
Der Plan der Familie Spooner geht also auf. Sie übernehmen in absoluter Mehrzahl das Haus und beginnen Dougs Leben zu kontrollieren und zu zerstören. Sara verliert gleich am Anfang den Wohnungsschlüssel samt Adresse, was in Queens wahrscheinlich dem Verlust deines gesamten Eigentums gleichkommt und versucht Doug zu verführen. Arthur holt sich ein paar Nutten, hetzt sie auf Doug und versucht am Ende sogar noch sein neues Heim abzufackeln. Doch die Familie Spooner weiß noch nicht, mit wem sie sich da angelegt hat, denn auch Doug darf einige Persönlichkeitsstörungen sein Eigen nennen. Scheinbar nebenbei bietet er Carrie an, Arthur einzuschläfern und reicht ihr später ein Kissen, damit sie Sara ersticken kann. Und das alles in der ersten Folge. Wir dürfen also gespannt sein, wie sich unsere harmonische Familie weiterentwickelt und wie viele Leichen noch in ihrem Keller landen.
Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal von King of Queens sind sich angeblich ständig wiederholende Angelegenheiten, die weder vorher noch nachher je thematisiert werden. Doug schlägt in Folge eins vor eine Flasche Wein zu öffnen und sich mit Carrie einen schönen Abend zu machen. Ich frage mich, ob er sich für eine Flasche Zwickl, Bock- oder Weizenwein entschieden hat. Ab der zweiten Folge weiß er übrigens nicht einmal mehr, dass es Wein gibt. Da ist es schon ein Wunder, wenn unserer Berufsfahrer etwas außer Bier trinkt. Und Carrie hat hier noch eine Schwester, die ebenfalls bald das Zeitliche segnen und nie wieder erwähnt werden wird.

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Rampage – Big Meets Bigger (Die Geschichte von)

Plotfail, aber wahrscheinlich geht es nicht um den Plot:
Die Gentechnikfirma Energyne wird von Schwester und Bruder geführt, andere aktive Mitarbeiter bekommt man kaum vor der Kamera zu sehen. Sie wollen fragwürdige Experimente durchführen und haben sich dafür eine Raumstation ausgesucht, was sicherlich die einfachste Lösung ist. Sie spielen mit CRISPR herum, welches eigentlich direkt in die Zelle implementiert werden muss, weshalb sie es in einen Virus integrieren. Es lässt Wesen mutieren und zu Monstern werden. Also zumindest im Film. Was könnte dabei schon schiefgehen?
Durch CRISPR haben Emmanuelle Charpentier und Jennifer Doudna 2020 (also erst nach dem Film) die Genschere weiterentwickelt und einen Nobelpreis für Chemie bekommen. Emmanuelle hat dafür in Österreich auf einer Universität einen Teil ihrer Forschungen betrieben, wurde dann jedoch gebeten zu gehen, wodurch sich nun ein anderes Land und eine andere Universität mit ihrer Entdeckung rühmen dürfen. Starke Leistung Österreich. Viel mehr Hintergründe als den Begriff CRISPR haben die Macher dieses Meisterwerks jedoch nicht recherchiert, doch dafür habt ihr ja mich. So wie es im Film dargestellt wird: That´s not how it works!
Nachdem eine Ratte in der Raumstation zu einem gigantischen Monster mutiert, schickt Energyne eine Astronautin, die den Virus mit nimmt und ihre Kapsel dann in der Atmosphäre explodieren lässt, damit sich die Behälter auch ja sicher auf der Erde unkontrolliert verteilen können. Super Aktion. Energyne beweist seine Genialität, denn die Behälter sind feuerfest, öffnen sich jedoch nach ihrem Aufprall, kaum dass sich ein Wesen in ihrer Nähe befindet, um es zu infizieren. Ein grüner Dunst zeigt auch dem unaufmerksamsten Zuseher, dass hier nichts Gutes vor sich geht. Und so entstehen ein Monstergorilla, ein Riesenwolf und ein ziemlich ungemütliches Krokodil. Um nicht zu kleckern, sondern zu klotzen, wurden auch gleich alle genetischen Vorteile des gesamten Tierreichs im Virus kombiniert, damit unsere Antagonisten nicht nach drei Boden-Luft-Raketen Geschichte sind. Doch zumindest verbreitet sich das Virus nicht weiter.
Nun zu den Protagonisten, also dem Protagonisten. Dwayne Johnson alias Davis Okoye ist ein ehemaliger Special-Forces-Soldat, der in unzähligen Kriegen gekämpft hat, auch wenn er noch nicht so aussieht, als wäre er schon 500 Jahre alt. Oder wie viele Kriege haben die Amies in den letzten dreißig Jahren geführt? Er hat danach Wilderer in Afrika verfolgt, anschließend Zoologie studiert und ist nun ein Primatologe. Klingt wie der übliche Lebenslauf eines McDonald Mitarbeiters. Nach Krieg, Wilderern und Zoologie steht Davis nicht mehr so auf Menschen und Mädchen, sondern hat sich mit einem Gorilla angefreundet, der extrem vermenschlicht wird. Der Albino-Gorilla basiert auf einem wahren Phänomen, doch mehr wird damit leider nicht gemacht. Um Davis zu inszenieren schleicht er mit seiner Gruppe vermeintlich durch den Dschungel, nur um dann plötzlich im Gehege der Gorilla zu stehen. Was für ein Quatsch.
Der Gorilla wird nun mit CRISPR infiziert und beginnt extrem schnell zu wachsen. Vor kurzem war er noch zwei Meter groß und hatte 225 Kilogramm, doch nun ist er drei Meter groß und wiegt 500 Kilogramm. Augenscheinlich kann CRISPR sogar Materie aus dem Nichts erschaffen oder wo sollen die neuen 225 Kilogramm Substanz hergekommen sein? Außerdem ist es etwas unglaubwürdig, dass ein Wesen nach so einem Wachstumsschub noch koordinativ aufrecht gehen oder gar versiert kämpfen kann. Und Davis misstraut den Testergebnissen und möchte sie wiederholen. Wenn ein ausgewachsener Gorilla über Nacht seine Masse verdoppelt, dann kann man auch fragwürdigen Testergebnissen Glauben schenken.
Energyne schickt nun Jäger aus, um den Wolf anzugreifen, sagt aber nicht dazu, dass er mutiert ist. Die coolen Dudes denken sich nichts dabei, dass eine Genfirma sie aussendet, um irgendwo auf der Heide einen einzelnen Wolf zu jagen und selbst als sie ihn vom Flugzeug aus sehen, wird niemand stutzig. Aus der Distanz kann man einen Wolf von der Größe eines Wohngebäudes schon mal etwas falsch einschätzen, in aller Ruhe landen und die kleinkalibrige Munition mitnehmen. Erst als die Jäger beim direkten Kontakt verspeist werden, kommen ihnen unbestimmte Zweifel.
Energyne hat in CRISPR irgendeinen Schwachsinn mit Radiowellen einprogrammiert, weshalb die Wesen unter diesen leiden würden. Energyne aktiviert nun ihren hauseigenen Radiosender irgendwo in Chicago, weit weg von den Monstern. Warum diese nun auf den Schmerz zu, anstatt weg laufen und nicht auf irgendeinen der anderen fünf Millionen Sender dieser Erde reagieren, habe ich nicht so ganz verstanden. Warum sie durch die Wellen außerdem noch zu besten Freunden werden und über die Erdkrümmung und die Wirkung von Radiowellen auf ein Krokodil unter Wasser möchte ich mir keine Gedanken mehr machen.
Irgendwie schafft es Davis mit seinem mutierenden Gorilla von einer staatlichen Organisation gefangen genommen zu werden und auf ein Flugzeug zu kommen. Die Beamten berechnen das Betäubungsserum für den wachsenden Gorilla falsch und gleich darauf stürzt die Maschine gute zehn Minuten ab. In dieser Zeit hätte sie ungefähr drei Mal zerschellen müssen. Das Militär lässt Zivilisten in ihre Kommandozentrale und diese auch sofort wieder entkommen, um ihre Kompetenz zu zeigen. Obwohl zwei Militär den Fluchtversuch bemerken, schlagen sie nicht Alarm, sondern lassen sich lieber von Davis überwältigen. Hier wird langsam klar, dass die Regierung nicht für ein Happy End sorgen wird, sondern alles an unserem Helden liegt.
Die drei Monster verfügen nun über die Waffen des halben Tierreichs, erreichen Chicago und machen es dem Erdboden gleich. Warum bis zum Ende Autos noch ungehindert über nicht mehr existierende Straße düsen können, wird nicht unbedingt erklärt. Dafür wird Davis angeschossen, doch da keine lebenswichtigen Organe verletzt wurden, tangiert ihn weder die Verletzung noch die Kugel. Damit wird auch erklärt, dass der Gorilla am Ende überlebt. Dieser wird von seinen Aggressionen geheilt und hilft nun Davis im Kampf gegen den Wolf und das Krokodil. Zum Glück liegen überall in der Gegend Waffen verstreut, damit auch unser Held mitspielen kann. Gemeinsam mit seinem Gorilla richtet er mehr Schaden an, als die Army mit ihrem gesamten Arsenal. Dass die Soldaten lieber ganz Chicago sprengen wollen, anstatt gezielte Angriffe aus sicherer Distanz zu fliegen, zeigt auch am Ende noch einmal ihre Kompetenz. Dann wird unfassbar auf die Tränendrüse gedrückt, nur um später zu erkennen, dass uns der Gorilla geprankt hat. Spoiler: Er hat sich nur todgestellt. Am Ende ist er schon so menschlich und friedliebend, dass die Armee und die Menschen von Chicago noch nicht einmal mehr auf die Idee kommen, etwas zu unternehmen. Sie verbinden direkt neben ihm in aller Seelenruhe ihre Wunden und lassen ihn schließlich mit Davis davonspazieren.
Bei den vielen Opfern und brutalen Szenen verstehe ich die Altersfreigabe in Amerika ab 13 Jahren nicht so ganz. Der Cowboy, der Davis hilft, ist von seiner Art und schauspielerischen Leistung eine wahre Freude und die CGI-Effekte sind gewohnt gut. Leider ändern die Monster immer wieder ihre Größen je nach Umgebung und auch zueinander. Irgendwie fehlt hier die Liebe zum Detail und ein guter Plot.

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Rampage – Big Meets Bigger (Die Geschichte von)

Plotfail, aber wahrscheinlich geht es nicht um den Plot:
Die Gentechnikfirma Energyne wird von Schwester und Bruder geführt, andere aktive Mitarbeiter bekommt man kaum vor der Kamera zu sehen. Sie wollen fragwürdige Experimente durchführen und haben sich dafür eine Raumstation ausgesucht, was sicherlich die einfachste Lösung ist. Sie spielen mit CRISPR herum, welches eigentlich direkt in die Zelle implementiert werden muss, weshalb sie es in einen Virus integrieren. Es lässt Wesen mutieren und zu Monstern werden. Also zumindest im Film. Was könnte dabei schon schiefgehen?
Durch CRISPR haben Emmanuelle Charpentier und Jennifer Doudna 2020 (also erst nach dem Film) die Genschere weiterentwickelt und einen Nobelpreis für Chemie bekommen. Emmanuelle hat dafür in Österreich auf einer Universität einen Teil ihrer Forschungen betrieben, wurde dann jedoch gebeten zu gehen, wodurch sich nun ein anderes Land und eine andere Universität mit ihrer Entdeckung rühmen dürfen. Starke Leistung Österreich. Viel mehr Hintergründe als den Begriff CRISPR haben die Macher dieses Meisterwerks jedoch nicht recherchiert, doch dafür habt ihr ja mich. So wie es im Film dargestellt wird: That´s not how it works!
Nachdem eine Ratte in der Raumstation zu einem gigantischen Monster mutiert, schickt Energyne eine Astronautin, die den Virus mit nimmt und ihre Kapsel dann in der Atmosphäre explodieren lässt, damit sich die Behälter auch ja sicher auf der Erde unkontrolliert verteilen können. Super Aktion. Energyne beweist seine Genialität, denn die Behälter sind feuerfest, öffnen sich jedoch nach ihrem Aufprall, kaum dass sich ein Wesen in ihrer Nähe befindet, um es zu infizieren. Ein grüner Dunst zeigt auch dem unaufmerksamsten Zuseher, dass hier nichts Gutes vor sich geht. Und so entstehen ein Monstergorilla, ein Riesenwolf und ein ziemlich ungemütliches Krokodil. Um nicht zu kleckern, sondern zu klotzen, wurden auch gleich alle genetischen Vorteile des gesamten Tierreichs im Virus kombiniert, damit unsere Antagonisten nicht nach drei Boden-Luft-Raketen Geschichte sind. Doch zumindest verbreitet sich das Virus nicht weiter.
Nun zu den Protagonisten, also dem Protagonisten. Dwayne Johnson alias Davis Okoye ist ein ehemaliger Special-Forces-Soldat, der in unzähligen Kriegen gekämpft hat, auch wenn er noch nicht so aussieht, als wäre er schon 500 Jahre alt. Oder wie viele Kriege haben die Amies in den letzten dreißig Jahren geführt? Er hat danach Wilderer in Afrika verfolgt, anschließend Zoologie studiert und ist nun ein Primatologe. Klingt wie der übliche Lebenslauf eines McDonald Mitarbeiters. Nach Krieg, Wilderern und Zoologie steht Davis nicht mehr so auf Menschen und Mädchen, sondern hat sich mit einem Gorilla angefreundet, der extrem vermenschlicht wird. Der Albino-Gorilla basiert auf einem wahren Phänomen, doch mehr wird damit leider nicht gemacht. Um Davis zu inszenieren schleicht er mit seiner Gruppe vermeintlich durch den Dschungel, nur um dann plötzlich im Gehege der Gorilla zu stehen. Was für ein Quatsch.
Der Gorilla wird nun mit CRISPR infiziert und beginnt extrem schnell zu wachsen. Vor kurzem war er noch zwei Meter groß und hatte 225 Kilogramm, doch nun ist er drei Meter groß und wiegt 500 Kilogramm. Augenscheinlich kann CRISPR sogar Materie aus dem Nichts erschaffen oder wo sollen die neuen 225 Kilogramm Substanz hergekommen sein? Außerdem ist es etwas unglaubwürdig, dass ein Wesen nach so einem Wachstumsschub noch koordinativ aufrecht gehen oder gar versiert kämpfen kann. Und Davis misstraut den Testergebnissen und möchte sie wiederholen. Wenn ein ausgewachsener Gorilla über Nacht seine Masse verdoppelt, dann kann man auch fragwürdigen Testergebnissen Glauben schenken.
Energyne schickt nun Jäger aus, um den Wolf anzugreifen, sagt aber nicht dazu, dass er mutiert ist. Die coolen Dudes denken sich nichts dabei, dass eine Genfirma sie aussendet, um irgendwo auf der Heide einen einzelnen Wolf zu jagen und selbst als sie ihn vom Flugzeug aus sehen, wird niemand stutzig. Aus der Distanz kann man einen Wolf von der Größe eines Wohngebäudes schon mal etwas falsch einschätzen, in aller Ruhe landen und die kleinkalibrige Munition mitnehmen. Erst als die Jäger beim direkten Kontakt verspeist werden, kommen ihnen unbestimmte Zweifel.
Energyne hat in CRISPR irgendeinen Schwachsinn mit Radiowellen einprogrammiert, weshalb die Wesen unter diesen leiden würden. Energyne aktiviert nun ihren hauseigenen Radiosender irgendwo in Chicago, weit weg von den Monstern. Warum diese nun auf den Schmerz zu, anstatt weg laufen und nicht auf irgendeinen der anderen fünf Millionen Sender dieser Erde reagieren, habe ich nicht so ganz verstanden. Warum sie durch die Wellen außerdem noch zu besten Freunden werden und über die Erdkrümmung und die Wirkung von Radiowellen auf ein Krokodil unter Wasser möchte ich mir keine Gedanken mehr machen.
Irgendwie schafft es Davis mit seinem mutierenden Gorilla von einer staatlichen Organisation gefangen genommen zu werden und auf ein Flugzeug zu kommen. Die Beamten berechnen das Betäubungsserum für den wachsenden Gorilla falsch und gleich darauf stürzt die Maschine gute zehn Minuten ab. In dieser Zeit hätte sie ungefähr drei Mal zerschellen müssen. Das Militär lässt Zivilisten in ihre Kommandozentrale und diese auch sofort wieder entkommen, um ihre Kompetenz zu zeigen. Obwohl zwei Militär den Fluchtversuch bemerken, schlagen sie nicht Alarm, sondern lassen sich lieber von Davis überwältigen. Hier wird langsam klar, dass die Regierung nicht für ein Happy End sorgen wird, sondern alles an unserem Helden liegt.
Die drei Monster verfügen nun über die Waffen des halben Tierreichs, erreichen Chicago und machen es dem Erdboden gleich. Warum bis zum Ende Autos noch ungehindert über nicht mehr existierende Straße düsen können, wird nicht unbedingt erklärt. Dafür wird Davis angeschossen, doch da keine lebenswichtigen Organe verletzt wurden, tangiert ihn weder die Verletzung noch die Kugel. Damit wird auch erklärt, dass der Gorilla am Ende überlebt. Dieser wird von seinen Aggressionen geheilt und hilft nun Davis im Kampf gegen den Wolf und das Krokodil. Zum Glück liegen überall in der Gegend Waffen verstreut, damit auch unser Held mitspielen kann. Gemeinsam mit seinem Gorilla richtet er mehr Schaden an, als die Army mit ihrem gesamten Arsenal. Dass die Soldaten lieber ganz Chicago sprengen wollen, anstatt gezielte Angriffe aus sicherer Distanz zu fliegen, zeigt auch am Ende noch einmal ihre Kompetenz. Dann wird unfassbar auf die Tränendrüse gedrückt, nur um später zu erkennen, dass uns der Gorilla geprankt hat. Spoiler: Er hat sich nur todgestellt. Am Ende ist er schon so menschlich und friedliebend, dass die Armee und die Menschen von Chicago noch nicht einmal mehr auf die Idee kommen, etwas zu unternehmen. Sie verbinden direkt neben ihm in aller Seelenruhe ihre Wunden und lassen ihn schließlich mit Davis davonspazieren.
Bei den vielen Opfern und brutalen Szenen verstehe ich die Altersfreigabe in Amerika ab 13 Jahren nicht so ganz. Der Cowboy, der Davis hilft, ist von seiner Art und schauspielerischen Leistung eine wahre Freude und die CGI-Effekte sind gewohnt gut. Leider ändern die Monster immer wieder ihre Größen je nach Umgebung und auch zueinander. Irgendwie fehlt hier die Liebe zum Detail und ein guter Plot.

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James Bond – Leben und Sterben lassen (Die Geschichte von)

Mit Roger Moore erfuhr 007 1973 einen Neustart, der die Rolle etwas humoristischer anlegte. Müsste man den Film zusammenfassen, wäre das ziemlich einfach. Der Oberschurke Kananga hatte keine Lust, sich eine spannende Bedrohung für die Welt auszudenken. Man wundert sich, warum Bond für den Plot überhaupt von der italienischen Agentin vom Anfang absitzt und nicht weiter die Kiste rappeln lässt. Dafür tötet Kananga zahlreiche britische und amerikanische Agenten, während er Bond immer wieder verschont. Der gesamte Film ist eine Aneinanderreihung von scheinbaren Mordversuchen, bei denen sogar Lemminge eine valide Überlebenschance hätten.
Zur Geschichte: Drei britische Agenten werden in New York, New Orleans und der Karibik von Schwarzen ermordet. Hier würde es tatsächlich Sinn machen, dass sich die Briten einmischen, wenn die Agenten auch nur irgendeinen sinnvollen Grund hätten, dort tätig zu sein. Einer davon wurde sogar an die USA ausgeliehen. Logisch. Als würden diese Patrioten zulassen, dass ein fremder Agent in ihrem Namen ihre Aufträge erledigt. Dieser Teil beweist ein für alle Mal, dass die Amis im Bonduniversum die Briten die gesamte Arbeit machen lassen und selbst nur zusehen.
Alle drei Agenten observieren irgendwie abwechselnd Kananga, den Premier einer fiktiven karibischen Insel. Ein Agent nimmt sogar bei einem Treffen selbst als Premier teil. Tolles Inkognito. Wie genau soll ich mir das jetzt wieder vorstellen? Entweder hat man den Agenten mal kurz zum britischen Premier gewählt oder man glaubt, dass Kananga ein Vollhorst ist. Er ist gegen den Einfluss der US-Industrie auf die Karibik. Warum werden dafür drei Agenten eingesetzt und warum werden dafür drei BRITISCHE Agenten eingesetzt? Die Briten würden sich doch mehr für ein umgefallenes Fahrrad in China interessieren, als für den Einfluss der US-Industrie in der Karibik. Vielleicht hat den Schreibern niemand gesagt, dass die USA im 20. Jahrhundert bereits keine Kolonie mehr von den Briten war.
Kananga hat Dr. Quinn – Ärztin aus Leidenschaft als Wahrsagerin, die im Film jedoch Solitär genannt wird und tatsächlich in die Zukunft sehen kann. So eine Hellseherin mag dem ein oder anderen unrealistisch vorkommen, doch da 007 dennoch jedem Mordversuch entkommt, gleicht sich das wohl irgendwie aus.

Bond soll nun den Mord der drei Agenten aufklären und fliegt nach New York zum Treffen der Premiers. Inzwischen observiert Felix Leiter Kananga höchst persönlich. Wow. Das sind ganz schön viele Agenten für jemanden, der gerade einmal Bedenken wegen dem Einfluss der US-Industrie hat.
Schon auf dem Weg vom Flughafen zu Felix greift ein Scherge von Kananga an, tötetet den Fahrer von Bond und hofft, dass James im anschließenden Verkehrsunfall sterben wird. Klingt sicherer, als direkt auf ihn zu schießen. Kananga weiß, dass er beobachtet wird und stiehlt sich davon, doch Bond verfolgt den Assassinen. Er trifft auf Mr. Big, der ganz Harlem und New Orleans zu kontrollieren scheint und mit Kananga zusammenarbeitet. Bond wird sofort von jedem Schwarzen in New York an Mr. Big gemeldet und schließlich gefangengenommen. Kananga weiß durch Solitaire, dass Bond kommt und sehr gefährlich ist. Die anderen drei Agenten haben nur beobachtet, doch er hat sie augenblicklich getötet. Bond kann nun frei herumschlendern, Solitaire anbaggern und soll letztendlich nur von zwei Vollpfosten verprügelt werden. Natürlich entkommt er.
Kananga fliegt in die Karibik zurück, wo sich Bond mit der inkompetenten CIA-Agentin Rosi treffen soll. Ein Mordversuch in der Badewanne mit Hilfe einer Schlange schlägt fehl. Ich bin ja für eine Kugel in den Kopf, doch hier wäre ja sogar ein Toaster effektiver gewesen. Obwohl das Hotelzimmer verwanzt ist und gerade ein Mordversuch stattgefunden hat, schläft Bond in aller Ruhe mit Rosi. Die Schurken in diesem Universum versuchen es niemals zwei Mal am selben Ort. Felix hat Rosi bereit instruiert, dass ein Koitus bei Bond zur Arbeit dazugehört, was sie zu einer Prosituierten macht. CIA Agentinnen in den 70ern eben.
Quarrel aus Dr. No hilft Bond als wiederkehrender Charakter. James weiß nun, dass Rosi ihn an Kananga verraten hat, doch anstatt 007 zu töten, tötet dieser die CIA Agentin. Selbst wenn Bond wollen würde, werden immer nur die Agenten um ihn herum getötet. Natürlich ist es für Kananga viel besser, die übergelaufene Agentin und somit seine Mitarbeiterin zu töten, anstatt seinen Feind Bond. Dieser lockt nun Solitaire in eine Falle und nimmt ihr damit die Fähigkeit der Hellsicht. Kluger Schachzug. James schläft natürlich nur mit ihr, um an Informationen zu kommen. Kananga baut Rauschgift an. Krass. Der darauffolgende Mordversuch von einem Helikopter aus kann eigentlich unmöglich daneben gehen, da das Maschinengewehr genau bei Bond einschlägt. Darauf folgen Mordversuche, auf die wieder Mordversuche folgen, wobei der VERSUCH bei allen Beteiligten großgeschrieben wird. Die Actionszenen sind einfach wichtiger.
Die Protagonisten einigen sich darauf, dass das hier keinen Sinn mehr macht und fliegen nach New Orleans. Bond bemerkt nicht, dass er denselben Taxifahrer wie in New York hat und wird schon wieder gefangengenommen. Anstatt James zu erschießen, wollen sie ihn aus einem Flugzeug werfen. Bond hat keine Lust und zerstört den halben Flughafen, damit man das Budget rechtfertigen kann. Felix hat nun die ehrenvolle Aufgabe, den Flughafenchef zu beruhigen. Ist der eigentlich Agent oder eher eine Tippse der CIA? Wieder wird ein Agent getötet, der nicht Bond ist, während James verschont wird.
Endlich erfahren wir, um was es geht. Jetzt haltet euch fest. Kananga ist Mr. Big. Der Schauspieler scheint bei dieser Rolle schizophren geworden zu sein, da er den Charakter immer anders spielt. Er möchte die Drogen aus der Karibik in den USA verschenken. So vertreibt er seine Konkurrenz und erzeugt süchtige Kunden.
Hierzu einige Fragen:

  • Warum hat Kananga so viel Rauschgift, dass er alle anderen Drogendealer aus dem Geschäft treiben kann?
  • Wie genau finanziert Kananga zwei Tonnen zu verschenken? Er kommt von einer fiktiven, kleinen Insel aus der Karibik.
  • Wie schafft er es, als Premier eine Insel zu leiten und gleichzeitig als Mr. Big New York und New Orleans zu kontrollieren.
  • Wie viele Flugmeilen hat er schon gesammelt?
  • Hat noch niemand einen konkreteren Verdacht geschöpft, dass ein Premier gleichzeitig ein Drogenbaron ist oder hat die CIA Bond einfach noch nicht Bescheid gesagt. Wahrscheinlich, denn warum sollten sich die Briten um einen Drogenkrieg in den USA kümmern?
  • Und wie genau kommt Mr. Big auf die Idee, dass ihn seine Konkurrenz nicht einfach abmurksen würde? Vielleicht sind sie kompetenter als er bei Bond.

An dieser Stelle sind mir die Finger an beiden Händen ausgegangen und ich habe aufgehört, die unnötigen Mordversuche zu zählen. Bond läuft über Krokodile und fährt mit Booten. Hier folgt der beste Joke der Bondfilme. Die gesamte Zeit wird Felix als führender Agent der CIA von Kananga und der Handlung vollkommen ignoriert.
Da nun alle von Mr. Big wissen, ist der Plan gescheitert und sie fliegen wieder in die Karibik zurück. Bond kommt in eine skurrile Szenerie, rettet Solitaire, entgeht einem hanebüchenen letzten Mordversuch und tötet Kananga, indem er ihn zu einem Ballon aufbläst. Das macht Spaß. Ganz am Ende kommt noch einmal der Handlanger in unnachvollziehbarer Loyalität und wird aus dem Zug geworfen. Dann hat er wohl keine Lust mehr und fragt sich, wer ihn eigentlich für den Mord an Bond nun noch bezahlen würde.

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Top Gun – Maverick (Die Geschichte von)

Der Liebesfilm Top Gun aus dem Jahr 1986 wurde vereinzelt durch Flugszenen unterbrochen. Und weil das an der Kassa so gut geklappt hat, hat sich nun irgendein Hoschi gedacht, wir wiederholen einfach alle ikonischen Szenen und packen noch viel mehr Emotionen oben drauf. Und damit die männlichen Zuseher nicht vor Langeweile in den Kinoreihen zu schnarchen beginnen und die Frauen stören, gibt es dazwischen zumindest ein bisschen mehr Luftaction. Wir alle wissen, dass Nostalgie im Kino immer funktioniert, aber seit Star Wars VII gibt es ja kaum noch Filme mit eigener Identität. Die eine, heilige Blaupause wird einfach auf jeden Film gestempelt, damit der Zuseher ja keine neuen Informationen verarbeiten muss. Zumindest am Ende hat mich der Film kurz überrascht.
Tom Cruse spielt einen alten Tom Cruise. Wo sind die Sunyboys und Draufgänger von damals geblieben? Nicht, dass ich sie vermisst hätte, aber die Rollen von Cruise kann ich schon längst nicht mehr voneinander unterscheiden. Doch nun zur Handlung:
Maverick ist, zumindest auf dem Papier, noch immer ein Revoluzzer und wurde noch nie befördert, wohingegen Iceman bereits Admiral ist und seinen ehemaligen Rivalen stetig schützt. Gleich am Anfang soll Maverick mit einem Spezialflugzeug Mach zehn erreichen, schafft dies, übertreibt und zerstört das gesamte Flugzeug. So charakterisiert man heute Helden. Wie er den Absturz überlebt, muss nicht gezeigt werden. Ich stell mir das voll togo vor, bei guten 12.000 km/h in der Erdatmosphäre aus einem Flugzeug auszusteigen und seinen Fallschirm zu öffnen. Da verstehe ich es auch, dass er nach der Landung voll durstig ist. Er ist eben keine Maschine und hat auch Schwächen. Als Strafe für den Millionendollarschaden wird er für einen Spezialauftrag zu Top Gun zurückbeordert und wahrscheinlich bekommt er auch noch eine Gehaltserhöhung.

Nun zum Aufbau des Dramas:

  • Der extrem schwere Angriff zur Zerstörung einer illegalen Urananreicherungsanlage soll geplant und die Ausführung geprobt werden.
  • Maverick soll unter den zwölf besten Absolventen sechs auswählen. Er selbst wird am Angriff nicht teilnehmen.
  • Er ist davon überzeugt, dass es nicht alle überleben werden.
  • Ein Anwärter ist der Sohn von Goose, Mavericks ehemaligen Copiloten, der in Teil eins beim Fliegen gestorben ist. Das ist Konfliktpotential mit dem Holzhammer.

Aber jetzt mal ehrlich: Wer kam auf die geniale Idee, Maverick den Sohn seines verstorbenen Partners für eine Selbstmordmission zu trainieren und ihn letztendlich sogar noch dafür auswählen und dorthin schicken zu müssen? Ganz viele Herzen dafür, liebe Navy!
Weiter zur Nostalgie:

  • Maverick knallt immer wieder einmal die Barfrau Penny, damit auch die Liebe nicht zu kurz kommt. Twilight-Vibes spürt man jetzt nicht gerade, aber Tom will wohl nicht mehr so sexistisch rüberkommen.
  • Die knallharten Anwärter kommen in die Bar, wissen noch nicht, wer ihr Ausbilder ist und setzten Maverick vor die Tür. Natürlich ist das am nächsten Tag total peinlich, ungefähr so peinlich wie damals, als die Jungs Charlie angesprochen haben und sie sich dann als ihre Vorgesetzte entpuppt hatte – die Puppe.
  • Und gleich darauf beginnt der härteste Kerl in der Bar Klavier zu spielen. Genau wie damals. Könnt ihr euch noch erinnern?
  • Oder kurze Zeit später, als Maverick sogar gegen zwei Gegner in der Luft gewinnt, dann verkehrt über einem fliegt und in sein Cockpit blickt. Ich kann mich vor Nostalgie kaum noch halten.
  • Oder anschließend, als sich herausstellt, dass Maverick verhindern wollte, dass Rooster, der Sohn von Goose, auf die Akademie geht. Ein anderer Anwärter veräppelt deswegen Rooster. Sofort entbrennt dieselbe Konkurrenz wie damals zwischen Maverick und Iceman.
  • Oder später, die obligatorische Sportszene am Strand, gefolgt von den emotionalen Gesprächen, bis aus allen ein Team wird. Wie schön, wann man sich nichts Neues ausdenken muss. Das Ganze geschieht freilich ohne jeglichen Kontext, aber das macht nichts. Hauptsache Nostalgie und klingelnde Kassen.

Maverick hadert überraschenderweise ein bisschen mit sich, doch Iceman interveniert und überredet ihn letztendlich Rooster auf die Mission zu schicken. Dann stirbt er an einer Krankheit. Spätestens jetzt beginnt der gesamte Kinosaal kollektiv zu weinen. Wie viel können und müssen wir noch ertragen?
Weiter zur Mission: Niemand schafft den Angriff in der Simulation zu fliegen, doch das stört vorerst nicht. Da nun Maverick nicht mehr von Iceman geschützt wird, wird er entlassen, genau wie damals, blah, blah, blah, klaut ein Flugzeug, fliegt selbst den Kurs, zeigt, dass es möglich ist und wird zum Schwarmführer. Das hat mich dann doch vollkommen überrascht, dass Maverick beim Angriff persönlich dabei ist. Natürlich wird Rooster der zweite Mann, obwohl uns der Film bisher noch nicht einmal gezeigt hat, dass er besser als die anderen ist. Jeder bekommt seinen Wingman mit Doppelbesetzung und endlich kann die Mission beginnen. Dass vier Flieger die Strecke schaffen müssen und es außer Maverick noch niemand in der Simulation geschafft hat, scheint noch immer niemanden zu stören.
Die vier heizen also durch die Botanik und sofort beginnt Rooster zu zweifeln. Wer hat dieses Opfer eigentlich „at first place“ ausgewählt? Er ist mit Abstand der schlechteste der vier Piloten, fällt zurück, hört endlich auf zu denken, gibt Vollgas und schafft die Strecke noch schneller als es zuvor je möglich war. Türlich, Türlich, sicher Digger. In Wahrheit möchte uns der Film nur eines mitteilen: Zahlt eure Tickets und hört auf darüber nachzudenken!
Überaschenderweise treffen die vier ihr Ziel, doch Rooster versagt bei der Flucht erneut und wird anvisiert. Maverick opfert sich für seinen Schützling, stürzt ab und wird am Boden angegriffen. Rooster ist es nun doch etwas peinlich so abzuloosen, kommt zurück, opfert wiederum sich und stürzt ebenfalls ab. Schließlich stehen sich beide im Feindgebiet gegenüber, hauen sich auf die Schnauze, versöhnen sich und überlegen sich einen Fluchtplan. Habt ihr euch nicht gefragt, warum Maverick und Rooster keinen Copiloten hatten? Logisch. Dann wäre das Opfern nicht so heldenhaft, sondern ziemlich unverantwortlich und dämlich gewesen.
Die Situation hinter den feindlichen Linien hat mich tatsächlich ein bisschen überrascht, doch sie ist bald wieder vorbei. Die beiden stehlen eine F 14, dasselbe Flugzeug wie damals, blah, blah, blah, fliehen in einer dramatischen Szene und werden letztendlich von ihrem Wingman gerettet, genau wie damals, blah, blah, blah. Bereits nach knappen zwei Stunden haben wir es geschafft. Da war jetzt nicht viel Neues, dafür ein bisschen mehr Flugaction und viel mehr Emotionen. Wem´s gefällt!

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Star Trek: The Motion Picture – The Director’s Edition 2022 (Die Geschichte von)

Star Trek The Motion Picture – The Director’s Edition besticht durch lange Kamerafahrten und Langeweile. Die Uniformen der Sternenflotte wurden neu designet und besitzen jetzt einen schicken Bauchnabelschutz gegen gemeine Messerstecher. Ein Problem, welches im Jahre 2273 offensichtlich ungeahnte Auswirkungen annimmt.
Der Film beginnt mit knapp zwei Minuten schwarzem Bildschirm. So kann man es auch auf Überlänge schaffen. Die Epik überwältigt mich beinahe. Eine blaue Wolke bewegt sich auf die Erde zu. Die Klingonen finden Wolken doof, also fliegen sie mit ganzen drei Schiffen hin. Ihr geringes Budget ist an ihrem schlecht aufgelösten 20 Zollbildschirm und den niedrigen FPS für nerdige Wiffzacks deutlich zu erkennen. Und das 2273. Da hatte ja der tragbare Röhrenfernseher von meiner Oma noch eine bessere Auflösung.
Die Klingonen sind ein einfaches Volk, welches auf alle Probleme nur eine Antwort benötigt. Feuer! Dies wird später durch Leutnant Worf in The Next Generation eindrucksvoll dargestellt:

  • Wesley: „Captain, die Kolonie ruft uns um Hilfe.“
  • Worf: „Wir sollten sie mit unseren Photonentorpedos beschießen!“
  • Data: „Captain, das gegnerische Schiff ergibt sich.“
  • Worf: „Wir sollten sie mit unseren Photonentorpedos beschießen!“
  • Troi: „Captain, dort befinden sich nur Kinder.“
  • Worf: „Wir sollten sie mit unseren Photonentorpedos beschießen!“
  • „Captain, eine Wolke.“
  • Worf: „Wir sollten sie mit unseren Photonentorpedos beschießen!“

Der Effekt beim Beschuss der blauen Wolke bleibt überschaubar. Was haben sie sich auch erwartet? Dass es zu regnen beginnt. Der Radar der Klingonen zeigt zwar nicht die blaue Wolke an, dafür jedoch ihren Plasmaschuss. Da wurde wohl an der falschen Ecke gespart. Dennoch versuchen sie nicht auszuweichen und die Raumschiffe verschwinden. Top Leistung.
Inzwischen führt Spock auf Vulkan ein Ritual durch, damit er Mädchen nicht mehr so doof findet und endlich unter die Haube kommt. Vulkanisch klingt wie eine Mischung aus osteuropäischen Sprachen und Holländisch, der sicherlich schönsten Sprache der Welt. Durch eine Indianerkette soll Spock zum Häuptling der Apachen werden und kann dann Rundes Ohr heiraten. Leider fühlt er kurz vor dem Ende der Zeremonie ein Bewusstsein in der Wolke, bricht ab, schneidet sich seine Hippiefrisur und bricht zur Enterprise auf. Schon wieder rappelt es nicht in der Kiste.
Das neue Schiff ist noch nicht fertig und steht unter dem Kommando von Decker. Kirk setzt seinen Geltungsdrang durch und übernimmt statt Decker das Kommando. He is not amused. Kirk und Scotty fliegen mit einem Waschtrommelshuttle ganze sechs Minuten zum Schiff. Ich persönlich hätte jetzt nicht unbedingt die ganze Fahrt in Realzeit verfilmt gebraucht.
Die alte Mannschaft steht bereit. Jeder hat noch immer seinen alten Job. Uhura arbeitet beispielsweise noch immer im Callcenter. Die stehen wohl weder auf Veränderungen noch auf Beförderungen. Die neue Offizierin Ilia gehört zur Rasse der Glatzköpfe und ist Deckers Ex. Die Wolke bedroht die Erde, also entschließt Kirk: In vierzig Minuten beginnt der Countdown für den Start. Quasi ein Countdown für den Countdown. Der Start der Enterprise dauert zwei Minuten und auch das hätte man für mich nicht in Echtzeit zeigen müssen. Und dann kommt eine Information, wo ich schon befürchtet habe, dass der Film noch mindestens ein Dutzend Stunden dauern würde. Warp darf innerhalb unseres Sonnensystems nicht verwendet werden. Unser Sonnensystem hat einen Durchmesser von zirka 150 Lichtstunden. Keine Ahnung, wie man das in ein verständliches Maß umrechnet, aber mit Impulsantrieb könnte es etwas dauern, bis die Enterprise draußen ist. Zum Glück ignoriert Kirk jedoch diese Vorschrift und sie erreichen die blaue Wolke noch vor ihrem Rentenalter.
Auch die Enterprise versucht nicht, dem Plasmaschuss auszuweichen, doch zum Glück passiert nichts. Es fühlt sich auch niemand bemüßigt zu erklären, warum dieses Mal nix passiert. Spock schafft es, eine Kommunikation mit der Wolke herzustellen. Wahrscheinlich hat er ihr eine SMS geschrieben, dass es bald regnen wird und darauf reagiert so eine Wolke logischer Weise. Die Enterprise fliegt eine gefühlte Stunde in den blauen Dunst, wobei jeder Bildschirmschoner der 90er spannender war. Die Verbindungen zum Ende von 2001: Odyssee im Weltraum sind leider nur allzu deutlich. Auch das hätte man nicht in Echtzeit zeigen müssen. Die Wolke hakt sich in den Computer der Enterprise und geht die Militärdaten durch. Spock reagiert folgelogisch und zertrümmert die Tastatur des Computers. That`s not how it works.
Endlich bekommen wir weitere Informationen: Die Wolke ist V’gers, entführt Ilia, bildet sie als Roboter nach und schickt die Kopie wieder auf die Enterpriese zurück. Ilia wurde so genau kopiert, dass auch noch ihre Gefühle für Decker vorhanden sind. Warum die richtige Offizierin getötet werden musste und nicht einfach kontrolliert wird, ist mir jetzt nicht klar, aber es macht V’gers auf alle Fälle unsympathisch. Interessiert hier jedoch niemanden.
Decker reaktiviert Ilias Erinnerungen und Liebe, wodurch sie bis zu V’ger selbst vordringen. Vor über 300 Jahren wurde eine Voyagersonde von der Erde mit dem Auftrag losgeschickt, Informationen zu sammeln und dieses zu übermitteln. Die Sonde erreichte einen Maschinenplaneten. Versucht jetzt nicht auszurechnen, wie schnell so eine Sonde fliegt und wie weit sie in 300 Jahren kommt. Es macht keinen Sinn. Mit Warpantrieb hätte die Föderation diesen Maschinenplaneten schon längst entdecken müssen. Er ist quasi vor unserer Haustür. Aber Egal. Die Maschinen halfen der Sonde ihre Aufgabe zu erledigen. Die Maschinen bauten ein komplettes, technologisch weit überlegenes Raumschiff inklusive blauer Wolke um die Sonde herum, damit sie alle Informationen speichern konnte und schickten sie zurück. Nur den Staub vom Namensschild haben die Maschinen nicht entfernt und so wurde aus Voyager V’ger. Man kennt sie, die unzuverlässigen Weltraumputzen, die das All einfach nie ordentlich durchfegen, weshalb das Schild auf einer Weltraumsonde verstaubt ist. Aber sicher doch. Und nachdem die Voyager mit einer weit überlegenen Technologie alles erforscht hat, ist sie immer noch dumm wie Stroh, also ein 300 Jahre altes Kind, das genau jetzt langsam anfängt zu lernen.
V’gers erreicht die Erde und sendet die Informationen als binären Code über Radiowellen. Er verwendet also einen analogen Träger um digitale Daten zu übermitteln. Da haben sie wohl tolle Begriffe aneinandergereiht, ohne sich zu überlegen, ob das auch nur den geringsten Sinn macht. Da das überraschenderweise nicht so ganz funktioniert, will V’gers die gesamte Erde vernichten. Macht überhaupt keinen Sinn, aber er ist eben ein verzogenes Kind. Kirk versohlt ihm den Hintern und Decker opfert sich, um die Daten direkt anzunehmen. Ende gut, gar nichts gut. Zumindest die Erde wurde gerettet.

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Hostel 2005 (Die Geschichte von)

Tick, Trick und Track reisen als Rucksacktouristen auf der Suche nach Pussycats durch Europa. In Amsterdam rät ihnen Klaas Klever zu einem Hostel in der Slowakei, weil man dort massenweise Pussys und für Geld ohnehin alles bekommt. Die Vorstellungen der Enten-Amis von Europa sind rassistisch kreativ. Die drei machen sich also auf den Weg. Ganz zufällig steigt auch noch Mac Moneysac ein, der gerne Chirurg, homosexuell und Fleischfresser wäre, aber alles irgendwie nicht so richtig hinbekommt. Er isst Salat mit den Händen und operiert mit einer Kettensäge. Seine Kompetenz ist wie ein introvertiertes prostituiertes Faultier. Unaufdringlich. In seiner Not bezahlt er in der Slowakei die Panzerknacker, damit er Opfer zerschneiden darf. Das hilft ihm zwar nicht direkt, ist aber lustig. Warum sich alle vier zufällig in einem Abteil treffen, weiß ich jetzt nicht, aber ich schätze, damit sparen die Lustigen Taschenbücher die Kosten für unnötige Statisten.
Der Bahnhof von Bumshausen ist verdreckt und der Weg zum Hostel umständlicher, als in Dagoberts Geldspeicher zu kommen. Doch dann offenbart sich das Paradies. Es besteht keine Gefahr, dass sich andere Opfer hierher verirren. Tick, Trick und Track haben ganz zufällig ein gemeinsames Zimmer mit den nackten Pussycats. Wie wir alle wissen, leben im Osten nur notgeile Nymphomaninnen, während die Männer nichts vom Sex wissen wollen. Amerikanische Weltvorstellungen eben. Die Party kann also beginnen und schon wieder läuft Mac Moneysac rein zufällig durchs Bild.
Als Tick und Trick am nächsten Tag erwachen, ist Track verschwunden. Langsam wird es im Wohlfühlfilm ungemütlich. Die beiden sollen glauben, dass ihr Reisegefährt mal eben ohne jegliche Nachricht weitergereist ist und der Kukluksklan für die Rechte der Schwarzen eintritt. Obwohl, ich war auch schon einmal mit Freunden betrunken unterwegs und da geht schon mal jemand verloren. Das nennt man dann wohl Schwund. Nur eines macht Tick und Trick stutzig. Track ist mit einer Asiatin weitergezogen, obwohl er nicht auf Asiatinnen steht. Würg. Hätte man sich da nicht einen besseren Hinweis ausdenken können?
Also treffen sich die beiden wieder mit den Pussycats und werden unter Drogen gesetzt. Während Trick nun ebenfalls eingeliefert wird, schläft Tick unerkannt in einem Lagerraum. Glück muss man eben haben. Als am nächsten Tag schon wieder einer fehlt, kommen ihm nun doch unbestimmte Zweifel. Also fragt er die Pussycats höflich, was los ist. Sie schicken ihn zu einem Fabrikgelände. Dort dürfen Hobbyärzte ohne Lizenz Menschen auseinanderschneiden. Na da bin ich ja mal gespannt was Amnestie International dazu sagen, wenn sie dieses Taschenbuch lesen. Die Kompetenz der Organisation lässt jedoch zu wünschen über, da Tick von selbst kommen muss und nicht einmal abgeholt wird. Letztendlich mischt er das Gelände auf und rettet die Asiatin. Ich verstehe, dass es für die Orientierung nicht zuträglich ist, wenn ein Auge am Sehnerv nach unten hängt und ständig zu Boden blickt. Ich würde es einfach in die Höhle zurückschieben, aber Abschneiden ist natürlich auch eine Idee.
Tick flieht mit der Asiatin und wird verfolgt. Es sind Dutzende Kilometer bis in die nächste Stadt. Nächste Szene, sie fahren in die Stadt. Dramaturgie at it´s best, denn leider hat das Lustige Taschenbuch nun fast keine Seiten mehr. Also muss alles schnell enden. Hier treffen nun alle aufeinander. Tick überfährt nicht nur die Pussycats, sondern sogar Klaas Klever, der wie ein Schluck in der Kurve vollkommen sinnbefreit auf der Straße herumsteht. Dann steigt Tick in einen Zug wo, wie könnte es anders sein, noch Mac Moneysac auftaucht? Nachdem er sich auch an ihm gerächt hat, ist alles wieder gut.

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Interview mit den Hateful Eight

Sekretod         Hallo liebe Kreativskeptiker. Ich bin der Sekretär vom Tod und heiße Sekretod. Willkommen im Jenseits, geschätzte Hateful Eight. Geht es euch gut?

Ruth                Wir sind gerade gestorben, also nein.

Sekretod         Bitte greifen Sie Ihrem Ende nicht vor. Ich muss für Tod einen Bericht über Ihr Ableben schreiben und Ihnen dazu einige Fragen stellen. Doch zuerst möchte ich, dass Sie sich kurz selbst vorstellen.

Ruth                Ich bin John Ruth, der Henker und war Kopfgeldjäger. Ich tötete meine Ziele nicht, sondern ließ sie hängen.

Warren            Ich bin Major Marquis Warren, ein Kriegsheld. Und, ach, weiß doch eh schon jeder. Ich wurde unehrenhaft aus der Armee entlassen und dann Kopfgeldjäger.

Daisy               Ich bin Daisy Domergue und extrem masochistisch veranlagt. Möchtest auch du mir gerne einmal aufs Maul hauen und mir meine Schneidezähne ausschlagen, so findest du mich unter der Decke baumeln.

Mannix            Chris Mannix. Ich hätte der neue Sheriff von Red Rock werden sollen. Wird wohl nichts.

Bob                 Ich bin Bob aus Mexiko.

Sekretod         Und weiter?

Bob                 Nichts weiter. Ich bin einfach nur Mexikaner. Das reichte Tarantino.

Mobray           Ich bin Oswaldo Mobray und tue so, als wäre ich der neue Henker von Red Rock. In Wahrheit bin ich jedoch in einer ganz geheimen Bande, von der noch nie jemand etwas gehört hat, obwohl uns alle kennen.

Gage               Joe Gage. Ich gehöre auch zu der Bande. Aber bei uns darf nicht jeder rein. Da musst du zuerst ganz tief und heiser sprechen und so.

Smithers          General Sanford Smithers. Ich bin ein Kriegsheld.

Gage               Kein Wunder, dass wir ihn sofort in unsere Band aufgenommen haben.

Sekretod         General Smithers, sind Sie nicht auch Kriegsverbrecher?

General           Nein. Du wirfst einem Tischler ja auch nicht vor, dass beim Hobeln einige Späne zu Boden fallen.

Sekretod         Das sind acht. Was machen Sie hier?

Jody                Ich bin Jody, Daisys Bruder. Ich bin der Anführer der geheimen Bande.

Sekretod         Warum dann Hateful Eight?

Jody                Fragen Sie nicht mich. War nicht meine Idee. Vielleicht kann Tarantino nicht zählen.

Sekretod         Perfekte Überleitung. Uns zugeschaltet aus dem aktiven Leben ist außerdem Mr. Quentin Tarantino. Er meint, er hätte irgendetwas mit Ihrem Ableben zu tun.

Gebrumme

Tarantino         Haudi

Sekretod         Also schön. Ich umreiße mal kurz, was in den letzten Stunden vor Ihrem Tod so geschehen ist, damit wir alle auf demselben Stand sind. Ich nenne meinen Bericht: Das große Abwarten. Ruth war mit der gefangenen Daisy auf dem Weg nach Red Rock, wo er sie richten und hängen lassen wollte. Auf dem Weg hat er aus Versehen Warren, Mannix und einige Leichen aufgegabelt. Mehrere Pferde mussten leider verrecken. Das ist unnötige Arbeit für mich. Mr. Tarantino. Was haben Sie gegen Pferde?

Tarantino         Es macht einfach Spaß sie abzuschlachten.

Sekretod         In Agatha Christies “Mord im Orientexpress” fragt man sich ständig, warum alle Verdächtigen auch eine Beziehung zueinander haben. Am Ende löst sich dies jedoch logisch auf. Wie ist das bei Ihrer Geschichte?

Tarantino         Das geht bei den vielen Buchstaben im Skript und den vielen Bildern auf der Leinwand unter.

Sekretod         In einem kleinen Laden im Nirgendwo treffen sich ganz zufällig acht Personen in einem Schneesturm, der später nicht mehr thematisiert wird. Alle kennen sich, haben unfassbares Detailwissen übereinander, sind miteinander verbunden und unausstehlich. Wer soll Ihnen so viele Zufälle glauben? Außer die Produzenten von Star Wars VII?

Tarantino         Bei dem ganzen Blut und der Brutalität fällt das keinem auf.

Sekretod         Verstehe. Die Geschichte begann eigentlich mit der geheimen Bande. Ihr seid eiskalte Killer und habt Minnie und alle anderen, bis auf General Sanders, niedergeschlossen. Danach hattet ihr genug Zeit, die ein oder andere Falle für Ruth vorzubereiten. Doch ihr habt euch offensichtlich entschieden, vorerst abzuwarten. Wolltet ihr ausharren, bis er sich mit Daisy schlafen legt? Jody?

Jody                Ach, wissen Sie. Die Reise und die Vorbereitungen waren ziemlich anstrengend. Dann wurde es auch noch furchtbar kalt. Wir mussten uns erst ein bisschen aufwärmen.

Sekretod         # Ruth, Daisy, Warren und Mannix erreichten den Laden. Jedes Mal, wenn die Tür geschlossen werden musste, brüllten alle, als würden sie aus einer Bananenrepublik kommen und gleich erfrieren. Mr. Tarantino, warum?

Tarantino         Das nennt man gutes Dialogwriting.

Sekretod         Warum habt ihr Ruth nicht einfach erschossen, als er euch beim Nageln über eine Minute den Rücken zugedreht und noch keinen Verdacht geschöpft hat. Ihr ward fünf gegen einen. Oder später, als er sich Kaffee holte und euch wieder den Rücken zudrehte. Warum habt ihr abgewartet? War die gewählte Vorgehensweise die beste, die euch möglich war?

Jody                Dumme Frage. Da wir alle tot sind, kann man im Nachhinein mit Fug und Recht behaupten, dass das nicht ideal verlief. Aber ich saß ja unter der Luke im Keller. Fragen Sie doch mal die anderen Genies.

Sekretod         Mr. Tarantino, was sagen Sie zu dem unnötigen Abwarten?

Tarantino         Laut Arbeitsvertrag mussten die meisten Schauspieler zuerst ganz schön viel Text runterleihern, bis ich sie erschießen lassen durfte. Kurt Russel und Samuel L. Jackson hatten besonders textlastige Verträge.

Sekretod         Verstehe. Auch wenn Mr. Tarantino die Zufälle schön redet, so wäre es wohl fast unmöglich, dass Mannix genau im richtigen Moment durch den Schnee stapft und in Ihre Kutsche einsteigt, Mr. Ruth. Auf dem Weg zu Minnie waren Sie bereits sehr skeptisch und später hegten Sie den ersten konkreteren Verdacht. Einer ist nicht der, der er vorgibt zu sein. Ist Ihnen da nie in den Sinn gekommen, dass einfach alle, die schon im Laden auf Sie gewartete haben, zu den Bösen gehören?

Ruth                Ich hatte doch noch so viel Text und Tarantino hat mir gesagt, dass ich auch abwarten muss, bis die anderen ihre Lines eingesprochen haben.

Sekretod         Mister Mobray. Später wird klar, dass sie tatsächlich um Daisy besorgt sind. Als Sie erfahren haben, dass mit Mannix der neue Scheriff von Red Rock kommt, war es da schlau, sich als der neue Richter auszugeben? Was sollte Ruth daran hindern, Daisy sofort zu verurteilen und zu hängen?

Mobray           Ähm, so habe ich das noch gar nicht gesehen.

Sekretod         Sie betonten sogar noch, dass Sie den Unterschied zur Lynchjustiz ausmachen. Man denkt sich: Doch nun, da Sie ja da sind, kann es losgehen. Und wofür war die Aufteilung des Raums in Nord und Süd?

Mobray           Ich dachte, Gage unterstützt meine grandiose Idee. Ich konnte ja nicht wissen, dass niemand auf mich hört.

Sekretod         Major Warren. Sie haben schon bei Bob Verdacht geschöpft. Sie wussten, dass Minnie keine Mexikaner mag, niemand auf Sweet Daves Sessel sitzen darf, kennen den Eintopf, wussten von der Hut-Abnahme-Pflicht, dass die beiden unmöglich verreist sein konnten und sehen eine Bohne und das fehlende Glas Süßigkeiten. Augenblick. Mr. Tarantino, unter welcher Persönlichkeitsstörung leiden Minnie und Sweet Dave eigentlich, wenn sie nach so vielen Regeln leben?

Tarantino         Von was reden Sie da eigentlich? Ich finde das ganz normal. Kennen Sie die Delfonics oder die Statler Brothers? Wo ist mein Zippo und darf ich mal an den Füßen von Daisy lecken?

Sekretod         Warren kannte eigentlich die gesamte Bande der Domergues, nur nicht, dass Daisy einen Bruder hat, in einer Bande ist und den Namen.

Tarantino         Der Major ist eben vergesslich.

Sekretod         Nochmal zu Ihnen, Warren. Warum habt ihr nicht zumindest nach den Blutflecken oder den Leichen gesucht? Dabei hättet ihr auch die Waffen gefunden. War es das wert?

Warren            Jeder macht mal Fehler.

Sekretod         Selbst als Ruth seinen Verdacht geäußert hat, haben Sie noch abgewartet. Warum?

Warren            Ist doch logisch. Ruth hat mir die Show gestohlen. Ich musste warten, bis er tot war. Dann konnte ich endlich posen.

Sekretod         Hat Ihnen die Show mit dem General nicht gereicht?

Warren            Da hab ich mich erst warm geredet. Haha. Verstehen Sie? Warm, das Gegenteil von kalt.

Sekretod         General Smithers. Sie hassen Schwarze und haben sofort klar gemacht, dass Sie kein Wort mit Warren wechseln wollen. Anschließend baten Sie ihn Platz zu nehmen und vertrauten ihm persönliche Informationen an. Warum?

Smithers          Sparen Sie sich diese dummen Fragen. Inzwischen weiß ich auch, dass das keine Glanzleistung war.

Sekretod         Mannix. Eigentlich wären Sie der einzige nette Charakter. Ruth schlägt ständig eine Frau, Warren und Smithers sind Kriegsverbrecher und die anderen sind in einer entscheidungsgehemmten Bande. Allerdings haben Sie sich ständig mit anderen verbündet und sie anschließend wieder verraten. Unter all den Hatefuls sind Sie wohl der Unsympatischste.

Mannix            Das musste ich ja machen. Oder wie klingt für Sie The Hateful Seven and the Sheriff?

Sekretod         Sie haben Warren von Anfang an gehasst und haben sich mit Smithers gegen ihn gestellt. Smithers hat Ihren Vater sogar gelobt. Am Ende wurden sie mit Warren plötzlich beste Freunde.

Mannix            Vater, Vater, Fahrradkette.

Sekretod         Sie haben zugelassen, dass Ruth andere entwaffnet. Das ist Diebstahl. Und Sie haben nichts getan. Haben Sie wirklich das Zeug zum Scheriff?

Mannix            Ich bin wie eine Prostituierte ohne Löcher. Ich versuche nur meinen Job in einer ungerechten Welt zu machen. Auch wenn es manchmal nicht klappt.

Sekretod         Mister Mobray. Ruth hat Warren kaum vertraut. Ihr ward in der Überzahl und aufeinander abgestimmt. Warum habt ihr euch entwaffnen lassen?

Mobray           Wir haben auf Jodys Befehl gewartet, doch der hat gerade im Keller an sich herumgespielt.

Sekretod         Ruth fühlte sich sicher, als er euch entwaffnet hatte. Ihr hättet jederzeit die versteckten Pistolen holen und ihn einfach liquidieren können. Euch lag offensichtlich etwas an Daisy. Selbst als ihr Ruth im Sterben ihre Schneidezähne ausgeschlagen hat, habt ihr abgewartet. Welcher Befehl hat euch da gefehlt?

Mobray           Jetzt! Oder los geht’s!

Sekretod         Nun zu Ihnen, Gage. Das mit dem Viehtrieb und Ihrer Mutter ist ja voll die geile Geschichte, aber normalerweise sind wir von Ihnen interessanteres gewohnt.

Gage               Naja, ich trinke seit einigen Jahren mal gerne einen über den Durst. Auch am Set. Und jetzt traut mir Quentin nicht mehr so viele Lines zu. Ich dachte Mobray würde mir helfen, doch der hat nur dumm rumgelacht und sich sogar widerstandslos entwaffnen lassen.

Sekretod         Sie haben gesehen, wie Ruth Daisy zugerichtet hat. War es da wirklich clever, den Kaffee zu vergiften. In seinem Todeskampf hat er sie noch ganz schön zugerichtet.

Gage               Clever ist ein verdammt starkes Wort. Wahrscheinlich hätte man auch einen leicht optimaleren Weg wählen können.

Sekretod         Also schön. Dann ist Ruth gestorben und Warrens Show begann. Sie scheinen mehr über Minnie zu wissen, als andere über ihre gesamte Verwandtschaft und sogar sich selbst. Ritten Sie unsere kleine Miederwarenladenbesitzerin hin und wieder?

Warren            Nö, gar nicht. Ich bin nur ein aufmerksamer Beobachter und Zuhörer.

Sekretod         Sie hatten gefühlt eintausend Informationen, wussten nichts von der Bodenluke und haben sich die Eier wegschießen lassen. Auf einer Skala von 1-10, wie stolz sind Sie jetzt auf sich?

Warren            Jeder macht mal Fehler. Es war viel los und ich gerade am posen. Ich konnte doch nicht ahnen, dass Daisys idiotischer Bruder die halbe Nacht im Keller wartet und erst jetzt aufwacht.

Sekretod         Sie haben mit Ihrer Hercule-Poirot-Nummer so lange gewartet, bis alle tödlich verwundet waren. War es das wert?

Warren            Natürlich nicht. Aber wann hat man schon einmal die Gelegenheit, vor harten Jungs eine halbe Stunde auf und ab zu marschieren und einen Monolog zu halten? Da habe ich nicht lange überlegt.

Sekretod         Bob, hat Sie Minnie schlecht behandelt, als Sie in ihren Laden kamen?

Bob                 Nö, überhaupt nicht. Die war voll lieb.

Sekretod         Könnte es sein, dass sich Warren den ganzen Mist, so wie den Brief, einfach ausgedacht hat?

Bob                 Genau so ist es. Der steckt nämlich mit diesem Tarantino unter einer Decke. Die ganze Rückblende war nur inszeniert.

Sekretod         Jody. Nachdem Sie die halbe Nacht im Keller verbracht haben, haben Sie sich sofort ergeben und wurden erschossen. Sind Sie mit Ihrer Leistung zufrieden?

Jody                Ich musste schon so dringend auf die Toilette, dass ich einfach nicht mehr warten konnte.

Sekretod         Dann kommen wir noch zu Daisy. War die Drohung mit den 15 Männern nicht etwas übertrieben?

Daisy               Das war nicht gelogen. Die 15 Männer warten noch heute.

Sekretod         Und dann noch das Kopfgeldangebot an Mannix. Glauben Sie, dass ein Sheriff das Kopfgeld bestimmt, dann einen Verbrecher einsperrt und es sich dann selbst auszahlt?

Daisy               Läuft das nicht so?

Sekretod         Mal im Ernst. Warum haben Sie nicht gemeinsam angegriffen, sondern sich diesen komplizierten und ziemlich hirnrissigen Plan ausgedacht, Jody?

Jody                Na schön, ich lass jetzt mal die Hosen runter. Wir haben alle nicht studiert. Während der letzten Sauferei klang das irgendwie ganz gut.

Sekretod         Obwohl Warren und Mannix schwer verletzt waren und sich schon seit langer Zeit nicht mehr bewegt hatten, konnten sie dennoch Daisy hängen. Wie, Mr. Tarantino?

Tarantino         Na wie schon? Meine Crew hat ihnen dabei geholfen.

Sekretod         Dann sind alle Tod und ich habe keine Fragen mehr. Wir nennen das die klassische Win-Win-Situation. Sie werden jetzt zu Ihren neuen Quartieren gebracht. Keine Sorge, die Chance auf einen Schneesturm liegt bei unter 0%. Sodann. Segel immer straff halten und auf zum Horizont oder ab in die Hölle.

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James Bond – Diamantenfieber (Die Geschichte von)

Nachdem George Lazenby nicht funktioniert hat, ist wieder Sean Connery an der Reihe, der nach Diamantenfieber jedoch auch keine Lust mehr hatte. Handlungstechnisch kann man diesem Werk bisher am Wenigsten vorwerfen, weil einfach nichts Aufregendes passiert. Vielleicht hat der Regisseur das Drehbuch von 007 mit dem Rosaroter Panther verwechselt, denn zwei Drittel des Films verfolgt Inspector Clouseau Diamanten. Erst am Ende erinnert sich der Film wieder daran, dass James Bond ja kein Provinzsheriff ist, sondern die Welt retten muss.
Doch nun zur Geschichte: Nachdem Mutter Bunt im letzten Teil die Ehefrau von Bond getötet hat, sinnt dieser auf Rache. Die Mama ist jedoch augenscheinlich gerade auf Urlaub, weshalb unser Agent seinen Hass auf Blofeld fokussiert. Im Bonduniversum ist es ungefähr so kompliziert seine Fresse operieren zu lassen, wie in unserer Welt jemanden zu überreden, seine Faust in selbige zu donnern. Blofeld beschleicht das unbestimmte Gefühl, dass ihm Bond nach dem Tod seiner Frau nicht mehr so ganz wohlgesonnen ist. Es könnte sogar sein, dass ihn der Agent dieses Mal nicht in den Schlaf quatscht, sondern stattdessen wirklich töten möchte. Zu seiner Sicherheit erschafft Blofeld einen Doppelgänger zur Ablenkung. Bond interessiert dies jedoch herzlich wenig, denn er tötete einfach alle Blofelds, die so in der näheren Umgebung herumlamentieren. Nachdem alle Schurken einzementiert wurden, hat James endlich einmal Zeit, sich um vollkommen belanglose Verbrechen zu kümmern. Ist ja oft so, dass Agenten solide Alltagsarbeit leisten sollen.
In den Mienen von Afrika werden Diamanten von unseren schwarzen Mitmenschen abgebaut. Im Film wird nun so getan, als wäre das Leben dieser Arbeiter das reine Vergnügen. Offensichtlich wollte man dem Publikum weiß machen, dass sich die Briten ausgezeichnet um ihre Sklaven in ihren Kolonien kümmern. Glaube ich sofort. Und Putin ist am Wohlergehen seines Volkes interessiert und Kim Jong-un hat keine Egoprobleme.
Obwohl die lieben Mienenarbeiter sicherlich Topmanagergehälter kassieren, schmuggeln sie immer wieder Diamanten durch die Kontrollen. Immer dieses undankbare Sklavenpack. Sie geben die Steine weiter, um zumindest ein bisschen Geld für ihre Arbeit zu bekommen. Wen wundert es?
Zwei sehr charismatische und besonders unterhaltsame Warme Brüder, ich nenne sie gerne Romeo und Romeo, benutzen nun verschiedenste Schmuggler, um die Steine von Afrika nach L.A. zu bringen. Sobald ihre Handlanger ihre Arbeit erledigt haben, töten sie diese. Ich gehe davon aus, dass sie ihre Angestellten deshalb dezimieren, weil dies die letzte große Lieferung ist. Ansonsten müssten sie ja nach jedem Transport eine Personalberatungsfirma für Schmuggler beauftragen, neue Bewerbungsgespräche führen und sich mit der Steuer herumschlagen. Mit der Zeit bekommt man da einen ziemlich schlechten Ruf als seriöse Firma, hab ich mir sagen lassen. Im Bonduniversum gibt es eigentlich nur einen Schurken, der mehr eigene Agenten tötet als Bond selbst, doch der ist ja angeblich tot. Zwinker, Zwinker.
Die Mienenarbeiter verstecken die Steine in ihren hohlen Zähnen, die dann von einem Zahnarzt extrahiert werden. Der Zahnarzt übergibt die Steine an Romeo und Romeo, die ihn in eine besonders geschickte Falle locken. Romeo bekommt mitten in der afrikanischen Steppe plötzlich Zahnschmerzen, woraufhin ihm der Arzt sofort in den Mund blickt und seine Diagnose stellt. Wenn ich nach dem Weihnachtsessen die Hose nicht mehr zu bekomme, legt mich meine Doktorenfreundin auch immer auf den Essenstisch und beginnt mich aufzuschneiden. Wie genau will er ihn vor Ort behandeln? Mit seinem Assistenten, dem Faultier und einem Stein? Was genau möchte er mitten in der Nacht im Mund seines Patienten sehen? Dessen Freund beendet die Untersuchung, indem er dem Doktor einen Skorpion ins Hemd steckt.
Die nächste Kontaktperson wird sofort getötet. Dies soll wohl bedeuten, dass Romeo und Romeo die Diamanten an diesem Punkt abzweigen. Das macht keinen Sinn, da der Betrug schon seit zwei Jahren läuft. Aber von mir aus. Anschließend erwischt es noch eine Missionarsoma, bis die Klunker endlich nach Amsterdam kommen. Und so starb bisher jeder, der mit den Diamanten in Kontakt kam, bis auf Romeo und Romeo.
Seit wenigen Jahren werden Diamanten gestohlen, welche jedoch nicht am Markt landen. Die Briten befürchten nun, dass die Klunker auf einmal zu Dumpingpreisen verkauft werden oder jemand versucht sie zu erpressen. Anstatt die Dinger einfach am Schwarzmarkt zu verkaufen, sollte also jemand lieber ein gesamtes Land erpressen. Es wird sicherlich nicht mehr zahlen, als die Steine wert sind. Klingt unnötig gefährlich und unlukrativ. Doch nun, da die Briten dies glauben, können sie James schicken, der dieses Mal Inspector Clouseau spielen darf.
In den Niederlanden hat der MI6 nun den Schmuggler Peter Franks im Visier. Wie sie auf den Mann kamen, wird nicht näher erklärt und wer will schon nachfragen? Die Antwort würde uns wahrscheinlich noch mehr verwirren. Franks wird am Zoll festgenommen und James übernimmt seine Identität. Ausnahmsweise funktioniert hier einmal sein Inkognito. James trifft nun die Kontaktperson Tiffany, bekommt von ihr die Diamanten und bringt sie nach L.A. Dort wird er von Felix Leiter empfangen, der wieder einmal nur einen Statisten mimt. Romeo und Romeo sind hinter James her, doch da er ihnen die falschen Diamanten gegeben hat, überlebt er.
Nach langem Gezeter läuft Tiffany endlich zu Bond über, da sie sonst von den Romeos von ihrem Stoffwechsel befreit worden wäre. Bond und Tiffany verfolgen die Diamanten und kommen endlich zum Mastermind.
Der geniale Puppenspieler hat sich wohl den längsten Schmuggelweg der Filmgeschichte ausgedacht. Zuerst müssen die Diamanten in einen Zahn, dann zu einem Zahnarzt, dann werden sie rumgeflogen und gefahren bis sie schlafen, dann von einer Oma missioniert, dann werden sie zu einem Kronleuchter, dann kommen sie in den Leichnam vom verstorbenen Peter Franks, schauen in einem Casino vorbei und erreichen schließlich den Tower des Milliardärs Willard Whyte. Dieser war ein reicher Playboy, doch seit einigen Jahren versteckt er sich in seinem Penthouse. Dass dies alles zufällig mit dem Tod von Blofeld und dem Beginn des Diamantendiebstahls zusammenpasst, fällt niemandem auf. Außerdem arbeitet Dr. Metz für Whyte, der ein Experte für Laser-Technologie ist. Langsam bin ich doch froh, dass James und nicht Clouseau beauftragt wurde.
Bond besteigt Tiffany und anschließend das Gebäude von Whyte, wo sich Blofeld offenbart. Er hatte damals wohl zwei Doppelgänger und auch jetzt hat er wieder so einiges am Start. Komisch, entweder sind die Chirurgen im Bonduniversum wesentlich kompetenter als auf unserer Welt oder ich könnte wetten, dass es einfach immer derselbe Schauspieler ist. Erneut sieht Blofeld davon ab, Bond zu töten, damit dieser auch sicher seinen Plan vereiteln kann. Er hat Whyte in seinem Ferienhaus eingesperrt und mittels Stimmenmodulator seine Position übernommen. Easy. Selbstverständlich hat ein Milliardär keine Familie, Freunde und Vertraute. Niemand würde sich wundern, wenn er mal kurz für ein paar Jahre nicht mehr seine Wohnung verlässt. Er kann einfach so ersetzt werden, während seine restlichen Geschäfte über das Telefon weiterlaufen. Bond befreit Whyte von seinen läufigen Sexgespielinnen, der wieder seinen Platz einnimmt. Nur durch Zufall kommen Whyte und Bond dahinter, dass sich Blofelds Kommandozentrale auf einer Ölbohrinsel befindet.
Blofeld verkleidet sich als Frau und entkommt. Nun weiß ich auch, warum er die beiden warmen Auftragskiller engagiert hat. Tiffany erkennt ihn und will ihn verfolgen, doch er nimmt sie gefangen. Obwohl sie ihn verraten hat, tötet er sie nicht, sondern lässt sie frei auf seiner Bohrinsel herumlaufen. Was könnte schon schiefgehen?
Endlich wird der eigentliche Plan enthüllt: Dr. Metz hat einen Satelliten mit den Diamanten ausgestattet, weil auch Gegenstände ein Recht haben, einmal schön gekleidet im Weltall herumzugondeln. Die vielen Diamanten eignen sich hervorragend, um Laserstrahlen zu bündeln, zu verstärken oder eben schön rot leuchten zu lassen. Naja, zu irgendetwas werden sie schon gut sein. Blofeld hat es mit Metz geschafft, eine Massenvernichtungswaffe in der Atmosphäre zu positionieren und ihm versprochen, dass es ihm um den Weltfrieden geht. Als er dann jedoch Raketen, U-Boot und Militärstützpunkte vernichtet, wird unser Wissenschaftler skeptisch. Diesen Anführern vom organisierten Verbrechen kann man heutzutage einfach nicht mehr trauen.
Das Militär umzingelt die Ölbohrinsel, wagt es jedoch nicht anzugreifen. Bond hat nach dem langweiligen Auftrag keine Lust mehr, fliegt einfach hin und lässt sich festnehmen. Obwohl Blofeld seine Frau ermordet hat und entkommen ist, tritt ihm James mit blöden Witzen gegenüber. Er hat eine Kassette dabei, die er gegen die Steuerkassette des Satelliten austauschen möchte. Er baut auf Tiffany, wobei ich jetzt nicht verstehe, woher er weiß, dass sie bei Blofeld ist, noch lebt und frei herumlaufen darf. Doch er benötigt sie gar nicht, denn Blofeld lässt ihn einfach in der Kommandozentrale herumschlendern, wo er die Kassette aus Versehen herausnimmt und austauscht. Das passiert auch nicht zum ersten Mal. Wir brauchen dringend einen neuen Bösewicht. Bond hätte das Band auch einfach zerbrechen können und schon wäre die Gefahr gebannt. Tiffany tauscht aus Versehen alles wieder zurück und Bond hat nun wirklich keine Lust mehr. Ganz zufällig hängt auf der Bohrinsel ein roter Luftballon, den er löst und so das Signal für das Militär zum Angriff erteilt. Wahrscheinlich hatte Blofeld gestern Geburtstag und sein Partyclown hat einen Luftballon vergessen.
Die Ölbohrinsel ist mit allen nötigen Waffen zur Verteidigung ausgestattet, besitzt jedoch kein Gefängnis. Anstatt Bond zu töten, lässt ihn Blofeld in einen Werkzeugschuppen sperren, der eine Ausstiegsluke besitzt. Schön langsam komme ich mir wirklich veräppelt vor. Kann bitte endlich einmal jemand diesen Blofeld und den Drehbuchautor töten? Da der Countdown für den nächsten Laserangriff eh noch zehn Minuten dauert, beschließt Bond einfach die Station dem Erdboden, ähm Wasserstand gleich zu machen. Warum haben sie nicht gleich einfach eine Rakete auf dieses Ding abgefeuert?
Blofeld möchte mit einem Mini-U-Boot entkommen. Während eines Angriffs von diversen Nationen auf eine Ölbohrinsel helfen Blofelds Schergen das U-Boot zu wassern. Sie wissen, dass sie gleich sterben werden. Obwohl dieser Horst andauerd seine eigenen Agenten tötet, während er es schafft, Bond immer wieder zu verschonen und in ausbruchsgarantierte Gefängnisse einzusperren, stehen ihm alle vollkommen loyal gegenüber. Ich weiß, dass ich mich bei jedem Teil wiederhole, aber langsam reicht es mir.
Anstatt den Countdown zu verhindern, setzt sich Bond an den Wasserungskran und schwingt Blofeld durch die Lüfte. Endlich kann er den Mord an seiner Frau rächen. Naja. Im Endeffekt wird Blofeld nur ein bisschen geschüttelt, nicht einmal gerührt. Bond schlägt gleich drei Fliegen mit einer Klappe und zerstört die Kommandozentrale und die Öhlbohrinsel mit dem U-Boot auf einem Kran. Klingt komisch, ist aber so. Wieder überprüft niemand, ob Blofeld tot ist. Langsam verliere ich die Geduld.
Schnitt: Bond und Tiffany befinden sich auf einem Kreuzfahrtschiff und fahren in Urlaub. Anscheinend ist es nicht nötig, hier noch irgendetwas zu erklären. Plötzlich tauchen unsere schmerzlich vermissten Romeo und Romeo wieder auf und wollen Bond töten. Und noch einmal ein etwas unglaubwürdiger Akt der Loyalität. Obwohl Bond sie erkennt, wartet er noch geduldig, bis sie ihn angreifen. Naja, er ist auf Urlaub, da soll man sich ja nicht hetzen. Natürlich gewinnt er und alles ist gut. Nur die Diamanten sind nun im Weltall. Ende gut, mir doch egal!

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