2012 (Die Geschichte von)

Die Maya haben vorausgesagt, dass 2012 die Welt untergehen wird und ein Wissenschaftler findet nun Beweise, dass dies der Wahrheit entspricht. Die Reichen und Mächtigen beginnen vermeintlich Raumschiffe zu bauen, mit denen sie der Apokalypse entkommen können. Leider haben sich die Wissenschaftler und die Maya um ein paar Monate verrechnet und die Naturkatastrophen beginnen nun schon früher, um im Film Stress zu erzeugen. Auf die Mathematik dieser uralten Kulturen ist heutzutage einfach kein Verlass mehr. Außerdem fragt sich niemand, wohin diese ominösen Raumschiffe eigentlich fliegen sollen.
Während mal eben nebenbei acht Milliarden Menschen vernichtet werden, geht es hauptsächlich um Jack, der mit seiner geschiedenen Frau und seinen Kindern versucht, auf ein Raumschiff zu kommen. Er hat ein Buch geschrieben, dass sich in der größten Not alle Menschen moralisch korrekt verhalten würden, doch da dies niemand glauben konnte, hat er nur eine Handvoll Exemplare verkauft. Dies reicht uns Zusehern jedoch als Grund, dass wir Jacks Reise zu dem Raumschiffhangar verfolgen. Alle anderen Protagonisten sind eigentlich komplett unwichtig.
Jack und Co entkommen dem Untergang in Kalifornien, beim Yellowstone, in Las Vegas und einem Flugzeugabsturz direkt vor dem Hangar der Archen, hoch oben im Himalaya. So ein glücklicher Zufall. Die Fluchtszenen machen einen großen Teil des Films aus und sind dermaßen übertrieben und schwachsinnig, dass sogar Uwe Boll Fans mit den Augen rollen würden. Um Jack öffnet sich die Erde, stürzen Hochhäuser ein, explodieren Vulkane und Millionen anderer tödlicher Dinge verfehlen ihn immer genau um eine einzige Millisekunde. Dass viele Protagonisten nach der Verwüstung und während des Weltuntergangs ruhig schlafen oder ihren täglichen Geschäften nachgehen, hilft der Immersion des Films ebenfalls nicht.
Schon nach der ersten, absolut übertriebenen Szene schenkt man dem Regisseur Roland Emmerich kein Vertrauen mehr und die Erwartungshaltung sinkt ins Bodenlose. Nur deswegen überraschen die wenigen kreativen Ideen wie: Die Raumschiffe sind in Wahrheit Archen, die am geschmolzenen Eis der Erde schwimmen sollen. An diesem Punkt macht jedoch überhaupt nichts mehr Sinn. Der Film wollte uns sagen, dass nur die Reichen und Mächtigen mit Geld und Einfluss die wenigen Raumschiffe ermöglichen. Ein paar tausend Archen herzustellen und die zahlreichen Kreuzfahrtschiffe, die auf unseren Meeren herumtümpeln, umzubauen, um die Menschheit zu retten, kann ja nicht so schwer sein.
Der Film besticht weiter mit ungetrübter Logik. Eis verdrängt weniger Raum als Wasser, doch es gibt natürlich viele Eismassen außerhalb der Meere. Wenn das gesamte Eis schmilzt, wird sich der Meeresspiegel also sicherlich heben. Experten rechnen hier in Zentimetern, im schlimmsten Fall in Metern. Warum die Hangars im Himalaya auf die Flut warten, erschließt sich mir jetzt nicht so ganz. Dachte Emmerich, dass sich der Meeresspiegel mal so eben um acht Kilometer erhöht? Selbst wenn eine ganz tolle Welle kommt, geht sich das nicht ganz aus. Davon abgesehen können in diesen Höhenlagen wegen der dünnen Luft keine Helikopter mehr fliegen. Außerdem hätten die Menschen ein massives Problem mit der Atmung, da die Luft mit viel weniger Sauerstoff als gewohnt angereichert ist. Normalerweise muss man auf halber Höhe ein Monat verbringen, um sich zu akklimatisieren. Überraschenderweise kommt dies im Film nicht vor.
Jack und Co kommen durch absolut wahnwitziges Glück, das nicht einmal die hartgesottensten Actionfans verkraften können, ohne Pass auf eine der Archen. Obwohl noch genügend Zeit ist, schließt der Antagonist die Tore der parkenden Schiffe und überlässt die Passagiere draußen vermeintlich ihrem Schicksal. Dies nur, damit nun die Menschheit zeigen kann, dass sie sich in kritischen Momenten moralisch verhält. Im letzten Moment sprechen sich alle Nationen dafür aus, die verbliebenen Passagiere nun doch einsteigen zu lassen. Wenn das die gewaltige Aussage des Films ist, dann lausche ich lieber den Weisheiten von Schlaubi dem Schlumpf. Weiters drängt sich mir bei so tiefgreifender Moral die Frage auf, wer die Menschen sind, die hier eigentlich gerettet werden sollten. Die Reichen und Mächtigen, die durch Ausbeute der Menschen an Milliardenbeträge gekommen sind und die Menschheit verraten haben. Kein Wunder, dass sich Jacks Buch nicht verkauft hat.
Letztendlich stürmen auch die Arbeiter vor Ort in die Archen und sie wollen ablegen, doch ein Schlauch verwickelt sich im Getriebe und das Tor kann nicht geschlossen werden. Ich bezweifle, dass ein Schlauch das Getriebe von gigantischen Archen blockieren kann, die 400.000 Menschen aufnehmen können. Für die Dramaturgie bleibt Jack noch gefühlte zwanzig Minuten unter Wasser und entwirrt den Schlauch und Körperteile vom Stecher seiner Ex-Frau. Und nachdem acht Milliarden Menschen vernichtet wurden, kommt das Happy End. Das Jahr wird auf null zurückgesetzt und eine neue Zeitrechnung beginnt. Nennt mich kleinlich, aber nach 2012 Jahren die Zeitrechnung bereits zu rebooten, finde ich etwas früh. Das wäre so, als würdest du noch den alten Spider-Man drehen und das Reboot wird schon angekündigt. Ähm, war das nicht genau so?
Doch in erster Linie geht es um etwas vollkommen anderes. Roland Emmerich wollte zeigen, wie viel Geld man für einen Film ohne Handlung ausgeben kann. Mission erfüllt!

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Frauen bis ins 20. Jahrhundert (Comedy)

Die Frauen der Menschheit hatten es lange gut, während ihre Männer ohne zu murren für sie schufteten. Die einstige Krönung der Schöpfung riskierte ihr Leben im Kampf gegen Mamuts, während die Damen, mangels Besen, noch nicht einmal den Staub in den Höhlen wischen mussten. Als Jäger und Sammler schleppten sie ihr gesamtes Heim mit sich, während die Mütter lediglich ihre Kinder an den Händchen führten. Die Kerle schufteten auf den Äckern, damit ihre Liebsten nicht mehr so viel wandern mussten und kämpften in schweren Ritterrüstungen, während die Ladys von den Burgbalustraden Handküsse warfen. Niemand erwartete von den Hausfrauen, dass sie studierten und Verantwortung übernahmen oder sich über Wahlen Gedanken machten. Der gesellschaftliche Druck zur Eheschließung war so groß, dass sogar die Hässlichen unter ihnen einen Ehemann abbekamen, der sich fortan uneigennützig um sie kümmern musste. Bis vor kurzem schuftete er noch ohne zu klagen unter Tag und auf den Baustellen dieser Welt, während die Gattinnen beim Einkaufen plauderten, fern sahen, während die Waschmaschine ihre Arbeit erledigte und sogar beim Putzen schwatzten, nachdem das Telefon die Welt vernetzt hatte. Die bescheidenen Helden schleppten sich am Abend mit krummen Rückgraten nach Hause, während ihre Weiber mehr Anerkennung, für die wenigen Aufgaben, forderten. Alles, was die genügsamen Säulen der Menschheit wollten, war eine saubere Wohnung, sieben Tage die Woche ein warmes Essen, einen Bierlieferservice, wenn das hopfenhaltige Kaltgetränk an der Couch ausging und eine Partnerin, die ihnen in allem zustimmte, sie anhimmelte und im Bett willig war. Immerhin hatten die Vollzeitsklavinnen des angehenden 20. Jahrhunderts unter Tag einige Stunden frei, wofür ihnen ihre Gatten, trotz zusätzlicher Kostenbelastung, großzügig zwei bis drei Kinder schenkten, um ihre Leben vollkommen zu erfüllen und auszulasten.
Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts führten die Prinzessinnen ein sorgloses Leben, welches ihnen von ihren Rittern unter selbstlosem Einsatz ermöglicht wurde. Doch dann erhob sich die Gleichberechtigung und machte für die Männer alles viel schlimmer. Obwohl die Herrinnen ihren Gemahlen sieben Tage die Woche dienen durften, stürmten sie überraschend schnell die Arbeitsplätze dieser Welt, verdienten ihr eigenes Geld und waren somit nicht mehr von ihren Partnern abhängig. Wie soll so eine Welt bitte funktionieren? Früher konnten die Hausherren noch gefahrlos ihren Trieben nachgehen und in Bordells oder bei Nachbarinnen fremdgehen, weil jede Scheidung für die holde Maid ihr gesellschaftlicher Ruin gewesen wäre und somit selbst bei zwei bis dutzenden von Fehltritten keine Option war. Heutzutage müssen die Männer ihre selbstständigen Frauen durchgehend davon überzeugen, dass sie bei ihnen bleiben sollten. Mit welchen Argumenten sollten wir das bitte schaffen? Irgendwann kommt es noch so weit, dass wir unsere Ehefrauen nicht mehr per Gesetz schlagen dürfen.

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Jurassic World (Die Geschichte von)

Jurassic World wollte sich nicht an dem großen, gelungenen Vorbild von Jurassic Park von Steven Spielberg orientieren, sondern das Grundkonstrukt einfach kopieren und von allem viel mehr mit dem Holzhammer in den Film prügeln. Dies wird durch die unzähligen, kurz angedeuteten Hintergrundgeschichten und die lose verstreuten Emotionen eindrucksvoll verdeutlicht. Die Brüder lieben sich, doch der ältere hat die Mädchen entdeckt, die Eltern stehen vor der Scheidung, doch könnten sich noch versöhnen, die Schwestern lieben sich, doch sind zerrüttet, die Tante blickt auf den Machojäger herab, in den sie sich unweigerlich verlieben wird und sogar die Tiere haben irgendeine zufällige Beziehung zueinander. Der Zuseher wartet nur noch darauf, dass Bambi kommt und seine Mutter stirbt, als sich der Film wieder daran erinnert, ein Actionwerk zu sein.
Bei den unzähligen stereotypischen und extrem unsympathischen Charakteren kann man sich erst gar nicht entscheiden, wer nun der eigentliche Antagonist ist, wobei ich die Dinos noch nicht einmal in meine Liste aufnehme. Die Geldgeber wollen mehr Geld, die Organisatoren wollen keinen Zwischenfall, die Wissenschaftler möchten uneingeschränkt forschen und das Militär möchte Dinosoldaten. Da selbst David Lynch nicht so viele Themen in einen Actionfilm packen könnte, sind die meisten Charaktere nur Dinofutter und überaus schlecht charakterisiert. Der Rotschopf möchte nur kategorisch arbeiten, hat keine Gefühle und weiß nicht, was Kinder sind, seine Schwester und die Kinder weinen ohne interessanten Kontext, der Wissenschaftler ist ein gewissenloser Statistiker und der Typ vom Militär ein Vollidiot.
Da es schließlich doch hauptsächlich darum geht, dass Dinos über die Leinwand trampeln, wird kein einziges Thema vertieft oder gar aufgearbeitet. Wie wurde aus dem Jurassic Park, der ja nicht so ganz geklappt hat, Jurassic World und warum zeugt nur noch ein T-Shirt von ihm? In dieser fiktiven Parallelrealitä gehören Dinos quasi zum alltäglichen Leben und der Rotschopf hat nun Angst, dass niemand mehr in den Park kommen möchte, wenn sie nicht ständig neue Attracktionen designen. Da Menschen in Zoos sogar Hunde und Katzen bewundern, halte ich ihre Bedenken bei Dinosauriern für etwas übertrieben.
Auf der Insel kann nach Herzenslust DNA verschiedenster Wesen gekreuzt und neue Wesen erschaffen werden, während ein Junge noch mit Einwegkamera herumläuft. Wir sprechen hier nicht von gezüchteten, sondern designten Wesen. Welche Organisation der Welt könnte da schon Einwende haben, außer alle Moralischen, die nicht auf Profit fokussiert sind? Was sollte schon schief gehen, wenn unsere lieben Wissenschaftler einen T-Rex mit allen Stealth- und Kampffähigkeiten ausstatten, die das gesamte Tierreich zu bieten hat? Nicht, dass die Wärmesignaturerkennung, die Täuschung von Wärmekameras und ein Tarnschild der Klingonen für den Film irgendwie wichtig wären oder dramaturgisch eingesetzt werden. Nein, es klingt einfach nur geil und Quantität ist viel wichtiger als Qualität. Weder unser Rotschopf, noch der Besitzer des Parks oder irgendjemand anders wissen, was ihre neue Hauptattraktion, der designete DNA-Dino kann. Wie von vielen Arten bekannt ist das Vieh einfach geschlüpft, aufgewachsen, ohne je eine seiner Fähigkeiten auszuprobieren und preis zu geben und zieht nun los, um den Park zu terrorisieren. Katzen zeigen ihre Krallen auch erst, wenn sie zehn Jahre alt sind. Und warum interessiert sich niemand der Vorgesetzten dafür, was diese Wissenschaftler da eigentlich erschaffen?
Endlich wird unser Macho vollends präsentiert, der mit seinen Kollegen mutiger ist, als Teenager, die sich freiwillig in der Elm Street zum Schlafen legen. Sollten die nicht Menschen in Kriegsgebieten helfen, anstatt hier Dinos zu ärgern? Unser Machojäger hat in unserer Parallelrealität, in der DNA gekreuzt werden kann und Dinos zum Alltag gehören, augenscheinlich kein Telefon, weshalb Rotschopf mit ihrem Auto zu seinem Camper im Nirgendwo fahren muss, um ein vollkommen unnötiges Gespräch zu führen.
Der DNA-Dino wendet nun James Bonds Trick an und versteckt sich, damit alle glauben, er ist aus seinem Gehege geflohen. Als würde nicht auffallen, dass ein T-Rex zwischen den Kirmesständen herumschleicht. Macho und der Rest fallen darauf herein, was uns wohl zeigen soll, dass man auf den IQ von keinem einzigen der Protagonisten in diesem Film neidisch sein muss. Der DNA-Dino greift nun an und obwohl der Machojäger nun weiß, dass er Wärmesignaturen erkennen kann, versteckt er sich unter einem Auto. Zum Glück verfügt der Park über ein charismatisches Einsatzkommando von einer handvoll Soldaten, die in ihrer einzigen Szene ein lebendes Buffet mimen. Warum der Film bei einem solchen Massaker ab zwölf freigegeben ist, entzieht sich meiner Kenntnis.
Rotschopf kommt nun der Gedanke, dass ihre Schwester leicht verstimmt sein könnte, wenn ihre Kinder von einem Dino gefrühstückt werden, weshalb sie den Macho bittet, ihre beiden Neffen zu suchen. Anstatt mit Autos rollt man heutzutage mit Glaskugeln durch den Park, damit man mehr sehen kann. Die Kugeln haben einen Steuerknüppel, mit dem man sie mitten in den Gehegen von Panzerdinosauriers frei steuern kann. Was könnte schon schiefgehen? Eine Szene später sind die Jungs in dem Punchingball in ein Tennismatch zwischen zwei Dinosauriern mit Baseballkeulenschwänzen maßgeblich integriert. Rotschopf ruft währenddessen bei ihren Neffen an, doch die Verbindung bricht ab. In dieser DNA-Design-Realität gibt es wohl keine SMS. Als Rotschopf dann noch tote Dinos sieht, bekommt sie endlich Gefühle, weint für die Emotionen und wird schon fast menschlich. Sie hat ihre Neffen seit sieben Jahren nicht mehr gesehen, doch als sie ihr Handy findet, kann sie es natürlich sofort zuordnen. Aufgeregt will nun unser Machojäger, der früher bei der Navy war, mitten im Hoheitsgebiet der Dinosaurier ein Auto reparieren und legt seine Waffe dabei weg. Sogar ein Pfadfinder würde nicht so einen dummen Fehler begehen. Der DNA-Dino greift an, doch Rotschopf ist mit ihren Sieben-Meilen-Highheels schnell genug, um ihm zu entkommen. Durch den ganzen Stress hat sie plötzlich eine andere Frisur, ich vermute von einem Freizeitparkfriseur, und sieht nun nicht mehr aus, als würde sie unentwegt durch einen Fensterrahmen starren. Sie verspricht ihre Neffen nie wieder alleine zu lassen, setzt sie in ein Auto und lässt sie darin alleine. Da kann nun nichts mehr geschehen: Stichwort Wärmesignatur mit Größenunterschied zwischen Auto und DNA-Verbessertem T-Rex.
Eine Einsatztruppe der Armee kommt und wird sofort charakterisiert. Um sie als besonders hart darzustellen, schießen sie wehrlose Dinovögel ab. Irgendwie fehlen mir in diesem Film die sympathischen Charaktere. Pvt. Paula aus Full Metal Jacket übernimmt nun die Führung, denn er möchte neben Hunden und Kampfdelfinen Raptoren im Krieg einsetzen. Geniale Idee. Da unser Macho das Alpahtierchen der Raptoren ist, muss er nun mit seiner Herde den DNA-Dino jagen. Warum sollten Raptoren einen gigantischen Dinosaurier jagen, während sich unzählige Häppchen durchtrainierter Soldaten in ihren eigenen Reihen anbieten? Da das Ziel jedoch auch Raptoren-DNA in sich trägt, wird nach wenigen Minuten doch noch das Menschenbuffet geöffnet. Ein sehr kurzer Auftritt unseres Soldantenfutters. Warum die Schnitzel nicht sofort den Rückzug antreten oder der Kampf zumindest irgendeine Art von Dramaturgie aufweist, fragt sich hier niemand mehr. Als sich nun der DNA-Dino gegen den Alphamacho wendet, wird er plötzlich von den Raptoren beschützt. Ich dachte ja immer, dass das Alphamännchen stärker als seine Artgenossen ist und nicht beschützt werden muss. Da würde es ja sogar noch mehr Sinn machen, wenn er schwanger wäre.
Abgesehen von dem T-Rex, den Raptoren, dem Baseballverein, einem Riesenkrokodil und einigen Vögeln kommen echt wenig Dinos vor. Die Raubtiere gehen am Ende ihrer Wege, der IT-Charakter schaltet das Licht aus und alles ist gut. Dass sich noch zahlreiche überdimensionale Raubtiere, unter anderem ein verletzter und überaus wütender T-Rex und Kampfvögel in unmittelbarer Nähe befinden und die Gefahr noch lange nicht gebannt ist, scheint niemanden mehr zu stören. Schließlich kommen sogar noch die Eltern der Jungs vorbei, augenscheinlich um ein bisschen vom Todesangstflair mitzubekommen. Welcher Dramaturge würde hier schon zeigen, wie alle mit einem Schiff im letzten Moment aufs sichere Land fliehen? Apropos sicher: Es wird vollkommen ignoriert, dass die Kampfvögel und das Riesenkrokodil über das Wasser kommen können und eigentlich alles schnellstens evakuiert werden müsste. Stattdessen kommen nun auch noch alle Angehörigen der Parkbesucher zum Buffet. Da dieser Schwachsinn kaum noch zu überbieten ist, blendet der Film endlich ab. Doch nicht ohne einen Endsatz, der dem Wort Fremdschämen eine neue Bedeutung gibt.

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Die amerikanischen Cops der 80er in Filmen

Nach Dirty Harry in den 70er Jahren hatten es die US-amerikanischen Filmcops in den 80ern nicht leicht. Um im Dschungel der Großstädte überleben zu können, mussten die knallharten Gesetzeshüter alle Konventionen brechen, um gegen das korrupte Establishment vorgehen zu können. Dafür kassierten sie Hungerlöhne und wurden zu Außenseitern. Frauen waren sprechende Vaginas, durften im Notfall auch geschlagen werden und besonders mit Verbrechern wurde nicht gerade zimperlich umgegangen. In „48 Stunden“ schliff Jack Cates den Verbrecher Reggie Hammond zwei Tage lang durch San Francisco und lieferte sich mit ihm eine Schlägerei, während Lieutenant Maria in „Die City-Cobra“ den Leib seines Kontrahenten auf einen Haken spießte und ihn dann bei lebendigem Leib verbrannte. Auch Mark Kaminsky entzündete einen flüchtenden Kleinkriminellen in „Der City Hai, verprügelte einen Mörder, ging sogar gegen die Mafia vor, die die Polizei und die Justiz schmierte und sprengte ein gesamtes Industriegelände in die Luft, nur um untertauchen zu können. Ein Cop, der damals keinen minimalen Kollateralschaden im sechstelligen Bereich verursachte hatte, hatte in den 80ern nichts zu suchen. Da unsere Cops bald auf der Abschussliste sämtlicher Politiker, Beamter und Verbrecher standen, mussten sie oft ihr Einsatzgebiet erweitern, worüber sie natürlich niemanden informierten. Damals war es auch kein Problem, mit seinem Waffenarsenal in eine andere Stadt zu fliegen. So verwüstete John McClane in „Stirb Langsam“ ein Hochhaus und einen Flughafen, während sich sein Kollege Karl (Winslow von „Alle unter einem Dach“) mit den inkompetenten Vorgesetzten des FBI Johnson und Johnson herumschlagen musste. Axel Foly operierte in Beverly Hills, entwendete auf Zeit einen sündhaft teuren Ferrari, da Style wichtig war und entlehnte sich sogar illegal eine Villa. Mit einem Pool im Garten kann man einfach viel besser Verbrechen aufklären. Captain Ivan Danko kam in „Red Heat“ sogar von der Sowjetunion nach Chicago, um die halbe Stadt dem Erdboden gleich zu machen und Nick Conklin wechselte in „Black Rain“ von New York nach Japan, um dort die gesamte Kultur zu beleidigen. Das lieben sie, die Japaner.
Doch nicht immer blieben die Aktionen der Verbrechensbekämpfer ohne folgen. Tango und Cash wurden sogar festgenommen und in ein Gefängnis gesteckt, dessen gesamte Insassen von ihnen verhaftet worden waren. Offensichtlich hatten zu dieser Zeit gerade alle anderen Polizisten in ganz Los Angeles Urlaub. Um nicht von ihren alten Bekannten bei lebendigem Leib seziert zu werden, mussten sie das Gesetz brechen und aus dem Gefängnis fliehen. Und schlussendlich war da noch der selbstmordgefährdete Martin Riggs aus „Lethal Weapon“, dem ohnehin alles egal war und der einfach jeden Verbrecher erschoss, der ihm vor den Lauf kam. Zum Glück sind diese Zeiten der Gesetzlosigkeit vorbei und die harten Jungs mussten den eloquenten Kollegen aus den Rosenheim-Cops und dem Bullen von Tölz weichen.

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Universitäten Vs Realität (Gefährliches Halbwissen 185)

Viele Studenten wissen weder während der Wahl ihrer Studienrichtung, noch nach den ersten Semestern, welche Anstellung sie sich mit dem Gelernten eigentlich wünsche und oft weichen die Intentionen der Studienrichtung weit von der Realität ab. Auf Colleges für Tontechnik findet man meist Musiker, die in einer Band spielen, wobei sie im späteren Beruf maximal beim Auf- und Abbauen der Bühnen helfen dürfen und auf der Japanologie finden wir Liebhaber von Mangas und Animes, die das Studium mit einem Kino/Comicladen verwechselt haben. In der Psychologie hoffen die Studenten auf eine Selbsttherapie und in der Philosophie glauben sie Kant und Hegel Konkurrenz machen zu können.
Im soliden Studium der Wirtschaft findet man später meist einen Job und bekommt für seine Arbeit tatsächlich Geld, während man in Kleinststudienrichtungen letztendlich nur Dozent werden und das Wissen erhalten kann. Viele Studienrichtungen werfen jährlich hunderte Jungarbeitskräfte auf einen Arbeitsmarkt, der maximal zwei bis drei Arbeitskräfte aufnehmen kann.
Dann gibt es noch ideologische Studienrichtungen, wobei sich die Liebhaber für Alternativenergie weder für Physik, Mathematik noch Wirtschaft interessieren und Ethnologen schon mit Katalogen von bis zu zwanzig Fragen überfordert sind.
Und schließlich werden die Studenten korrumpiert. Auf der Wirtschaftsuniversität sieht man bald jeden als späteren Konkurrenten an, wer Arzt wird geht immer von Krebs aus und stellt selbst bei einem eingerissenen Fingernagel keine fixe Diagnose mehr und Jurastudenten verteidigen die Gesetze mit ihrem Leben, weil sie die einzigen sind, die sie nach vielen Jahren endlich interpretieren können.

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Top 5 PlotFAILS 26: Mission Vendetta, Hulk, Pirates (MCPM 183)

Top 3: Mission Vendetta (Will Jordan) (2013)
Mission Vendetta ist ein solider Thriller-Roman mit kreativen Ideen, starken Frauen und einigen unrealistischen Kämpfen. Die meisten Handlungen werden sehr genau beschrieben, weshalb trotz der vielen Seiten nicht allzu viel geschieht. Psychologie ist immer wieder ein wichtiges Thema, wobei sich der Autor jedoch einige Schnitzer erlaubt. Vergangenes wird nicht aus der Sicht eines Protagonisten erzählt, sondern wieder durch den übergeordneten Autor, wie eine Szene in einem Film.
Der böse Manroes hat die Möglichkeit, Militärdrohnen zu kontrollieren und mit ihnen Ziele anzugreifen, wodurch er die USA erpressen kann. Ryan Drake soll die eigene Agentin Anja aus einem sibirischen Hochsicherheitsgefängnis befreien. Sie war Manroes Ausbilderin und er möchte sich an ihr rächen. Um dies zu bewerkstelligen, muss Ryan mit einem früheren Kollegen zusammenarbeiten, der wegen ihm entlassen wurde. Obwohl dieser inzwischen heroinabhängig ist, kann nur er die Aufgabe erfüllen. Die CIA scheint unter starkem Personalmangel zu leiden:
Als Anja zurück in den Staaten ist, flieht Ryan überraschenderweise mit ihr. Der Junkie übernimmt die Führung und versucht sich nun an Ryan zu rächen. Nur so ist es zu erklären, dass niemand Ryans Familie überprüft, denn dann wäre klar geworden, dass Manroe seine Schwester entführt hat und ihn nun erpresst.

Top 2: Pirates- Das Siegel des Königs
Pirates ist eine Südkoreanische Abenteuer-Komödie von 2014. Langsam scheint sich auch das koreanische Kino zu verändern und sich mehr Hollywood anzupassen, obwohl hier noch immer gewaltige Unterschiede Standard sind. Das Siegel des Königs ist ein sehr lustiger Film mit teilweise herausragenden Schauspielern. Auch Korea hat nun CGI für sich entdeckt und will dieses auch so oft wie möglich zeigen. Die Hauptprotagonisten stehen gegeneinander, trennen sich, treffen sich andauernd wieder und müssen auch immer wieder einmal die Seiten wechseln. Korea und das Meer sind eben auch nur ein Dorf.

Top 1: Der unglaubliche Hulk (2008)
Marvel wollte mit seinen Comic-Verfilmungen durchstarten, begann mit Ironman und Hulk im selben Jahr und plante bereits die Avengers. Da Edward Norton jedoch von Hollywood „Blacklisted“ wurde, spielt er in den späteren Filmen nicht mehr mit. Die Kritiken über den Film gehen weit auseinander.
Die Freundin von Bruce Banner überlebt in Hulk zwei Hubschrauberabstürzte und auch tausend Grad heiße Flammen können ihr nichts anhaben. Doch allzu viele Gedanken hat sich der Film ohnehin nicht gemacht, denn nachdem sich Bruce heilen hat lassen, springt er auf gut Glück aus einem Helikopter, um sich wieder in den Hulk zu verwandeln. Die Heilung wird nur verwendet, um den Schurken auferstehen zu lassen.

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Top 5 Fails 25: Amazon, Marilyn Manson und Illuminati, Dead Mans Switch, Punks, Polizei, uvm (MCPM 181)

Top 5: Die Sicherheitsfahrschaltung bei einer Zuglock
Ähnlich wie bei einem Dead Man’s Switch muss ein Lockführer alle 30 Sekunden ein Schaltelement bedienen, damit der Zug nicht von selbst stoppt. Natürlich geht die Sicherheit vor, doch wegen der kurzen Zeitabstände muss dies wohl psychisch unglaublich belastend für den Lockführer sein.

Top 4: Einschicken des iPods über einen Elektronikmarkt
Ich lasse meinen iPod über den Elektromarkt einschicken, bei dem ich ihn gekauft habe und erfahre schon nach zwei Tagen, dass er wieder zurück und irreparabel ist. Also rufe ich bei Apple an und bekomme die Auskunft, dass nie ein iPod mit dieser Seriennummer bei Ihnen zur Reparatur war. Liebe Firmen, wenn ihr schon eure Kunden betrügt, dann nicht so auffällig.

Top 3 Punkmädels wollen arbeiten
Zwei Punkmädels sprechen mich an und betteln um Geld. Die eine klagt ihr Leid, dass ihre Freundin nun schon mehrmals versucht hätte, eine Arbeit als Putzfrau zu finden, doch immer wieder abgelehnt wurde. Mal Hand aufs Herz: Wenn ihr die Wahl zwischen einer polnischen Putzfrau, die heilfroh über ihren Job ist, und einem Mädchen von der Straße, der man nicht gerade nachsagt, dass sie die Zuverlässigste ist, hättet, wen würdet ihr nehmen, wenn ihr sie als Unternehmen zu wichtigen Firmen schicken würdet und eurer Ruf von ihrer Zuverlässigkeit abhängt?

Top 2: Am Amt
Ich stehe am Amt und beobachte, wie eine türkische Frau versucht an der Polizistin vorbeizukommen, damit sie am Schalter fragen kann, ob ihr Pass dort abgegeben wurde. Die Polizistin versucht dies mit allen Mitteln zu verhindern, da sie der Meinung ist, dass sie wissen würde, wenn ein Pass abgegeben worden wäre. Als die Frau dann einfach an der Polizistin vorbeigeht und fragt, bekommt sie sofort ihren Pass und die Polizistin meint: „Na gut, dass Sie nochmals nachgefragt haben.“ Ist es wirklich so schwer, sich zu entschuldigen?

Top 1: Kirchliche Stars
Immer wieder mischt sich die Kirche in weltliche Dinge ein. Als Marilyn Manson seinerzeit etwas bekannter wurde, demonstrierten die lieben Christen nahezu vor jedem Konzert in den USA und schafften es in die lokalen und sogar in die überregionalen Nachrichten. Mehr Werbung konnte man für Manson gar nicht machen. Und nachdem die Kirche den Menschen davon abriet, den Film Illuminati von Dan Brown anzusehen, war klar, dass er ein Hit werden würde.

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Grießnockerlaffaire Buch Vs Film (Spoiler)

Das vierte Buch der Saga hinkt seinen Vorgängern etwas hinterher, ist dennoch sehr unterhaltsam und lustig. Wurde Eberhofer in den Teilen eins bis drei zu oft vom Deus ex machina gerettet, so fügt er hier alles zusammen, dass sogar Sherlock Holmes neidisch wäre. Kaum hat Eberhofer ein Problem, taucht auch jemand auf, durch den er es lösen kann. Seine Baumschneidearbeit übernimmt ein Obdachloser, der dann der Schachspielpartner des suizidgefährdeten Arztes wird und somit sein Leben rettet, Susi erkennt aus unerfindlichen Gründen, dass es nicht schlimm ist, wenn Franz fremdgeht und letztendlich tauscht er sogar noch die Urlaubsziele seiner Freunde, um alles zum Guten zu lenken.
Der Tod der Susi-Oma anfangs ist etwas vorhersehbar, doch dafür wird dann schwer auf die Tränendrüse gedrückt. Franz´ verschollener, richtiger Opa kommt zu seiner Familie zurück und stirbt kurz darauf an Krebs. Alles wird etwas emotionsarm erzählt und scheint nach dem Tod niemanden mehr zu tangieren. Dies hätte man vielleicht über mehrere Bücher aufbauen müssen.
Der Film hingegen ist eine beeindruckende Adaption der Vorlage. Frau Barschl verwendet nicht ihren Körper, sondern ihren Verstand, was wesentlich besser funktioniert und die, im Buch, dicke Hausladen wird zu einer bibelgläubigen, introvertierten Frau, in der schließlich doch mehr steckt, als man vermuten möchte. Warum Rudi diese Frau jedoch so unansehnlich findet, dass niemand mit ihr schlafen würde, verstehe ich nicht so ganz. Franz´ „Gegenspielerin“ aus München wird bereits eingeführt und erhält eine wesentlich wichtigere Stellung. Die Perversität vom Barschl und die Unterdrückung von seiner Frau kommen im Buch jedoch besser zur Geltung.
Im Film weiß der Zuseher schon sehr früh von den „Morden“ und einer Verbindung von Frau Barschl und Frau Hausladen. So kann man selbst ein bisschen miträtseln. Das Ende wurde vollkommen umgeschrieben, was dem Film jedoch sehr gut tut. Die Münchner Beamtin ist doch keine Totalversagerin und die beiden geschändeten Frauen entkommen. Während Franz im Buch als absoluter Held mit einer Belobigung ausgezeichnet wird, trägt er hier die Schuld an der Flucht der beiden Mörderinnen.

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React: Hochpreis Funnel von Michael Kotzur (Fail)

Micheal Kotzur ist Hochpreis Funnel und Affiliate Coach für Coaches und erzählt in seinem Video, wie er uns coachen kann. Doch irgendwie fehlt dem Video jeglicher Inhalt. Es ist schon beeindruckend, wie lange man quatschen und dabei nichts sagen kann. In diesem Fall muss ich leider auf das Video oder den Podcast verweisen!

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James Bond: Keine Zeit zu sterben (SPOILER Plotfail)

Selbstverständlich ist es nicht einfach, ein Drehbuch zu schreiben, aber bei einem Film wohl noch immer das Einfachste. Doch das Publikum hat sich inzwischen schon daran gewöhnt, dass Popcornkino keine stimmigen Geschichten erzählt, wobei „Keine Zeit zu sterben“ wieder einmal den Pterosauria abschießt.
Daniel Craigs Bondära begann mit dem starken Film Casiono Royale und seiner Ernennung in den Doppelnullstatus. Es kam zu fünf Filmen, die jedoch stark nachließen. In Spectre wurde schließlich mit dem Holzhammer behauptet, dass Blofeld der Drahtzieher hinter allem war, während dieser Bond vor den Augen seiner Freundin Madeleine foltert. Überhaupt geht es in diesen fünf Teilen eigentlich nur darum, wie sehr man James Bond quälen kann. Mehrere Rivalen opfern sich, nur damit Bond leidet.
In „Keine Zeit zu sterben“ erfährt man, dass Madeleines Vater, Mr. White, die Eltern von Lyutsifer Safin ermordet hat. In einer Rückblende möchte sich dieser rächen, kommt zu dessen Haus und tötet seine Frau. Die kleine Madeleine kann sich wehren, bricht jedoch im Eis ein und wird allerdings von Lyutsifer gerettet. Dieser vergisst für die nächsten vier Teile seine Rache, bis er jetzt am Ende wieder auftaucht. Nun will er Blofeld und ganz Spectre töten.
Bond ist noch immer mit Madeleine zusammen, besucht das Grab von Vesper, entkommt einem Anschlag und glaubt, dass Madeleine ihn verraten hat. Sie hat Bond das dunkle Geheimnis von Lyutsifer verschwiegen und sagt auch jetzt nichts, obwohl Bond sie und ihre ungeborene Tochter verlässt. Bond weiß, wer ihr Vater war. Was genau sollte ihn an dem ach so düsteren Geheimnis stören? Doch Madeleine schweigt und erzieht ihre Tochter lieber alleine.
Bond kündigt, während der MI6 die nano-biologische Massenvernichtungswaffe Herakles herstellt, welche man auf die DNA von x-beliebigen Menschen programmieren kann und die auch nicht mehr neutralisiert werden kann. Mir würden nun ein paar Nationen einfallen, die etwas dagegen haben, wenn England so eine Waffe besitzt.
Blofeld ist zwar im Gefängnis, leitet jedoch eine Zusammenkunft von Spectre, bei der er Bond mit Herakles ausschalten möchte. Selbstverständlich ist es viel einfacher, die eigene Party mit einer biologischen Waffe zu verseuchen, nur um Bond zu töten, anstatt ihn erschießen zu lassen. Was könnte dabei schon schief gehen, außer, dass ein Wissenschaftler die DNA-Codierung austauscht und nun alle Mitglieder von Spectre sterben.
Lyutsifer ist also zurück und muss nun nur noch Blofeld töten. Dafür benutzt er Madeleine, die inzwischen die Psychologin von Blofeld ist. An dieser Stelle nimmt der Schwachsinn so unfassbare Ausmaße an, dass man die Verantwortlichen eigentlich entmündigen müsste. Blofeld war am Tod von Madeleines Eltern maßgeblich beteiligt und hat den Vater ihrer Tochter vor ihren Augen gefoltert. Selbstverständlich sind das alles keine Gründe, warum sie nun nicht als seine kompetente Psychiaterin eingesetzt werden kann. Der MI6 ist wohl auf der Bananensuppe ausgerutscht.
Lyustsifer hat als Kind seine Eltern verloren und möchte nun mit Herakles Massenvernichtung betreiben. Klingt logisch. Er entführt Madeleine und Mathilda, Bonds Tochter, scheint jedoch nicht im Geringsten die Lust zu verspüren, seinen Stützpunkt mit seiner Armee abzusichern. Bond infiltriert die Anlage problemlos und langsam wird klar, dass es den Schreibern eigentlich um ganz etwas anderes geht. Bond muss final gequält werden. Plötzlich vergisst Lyutsifer seine Massenvernichtung, schickt seine Privatarmee weg, stellt sich Bond und opferst sich. Dabei kann er 007 jedoch mit dem DNA-Code von Madeleine und Mathilda infizieren, damit er diese nie wieder berühren kann. Psychologisch glasklar nachzuvollziehen, dass er Madeleine als Kind rettet, Jahrzehnte Urlaub macht und sich dann sogar opfert, um ihr Leben möglichst unangenehm zu machen. Am logischsten ist jedoch, dass Lyutsifer ständig darüber klagt, wie schlimm es ist, als Kind seine Eltern zu verlieren, Bond zwingt, sich nun mit dem Virus zu opfern und somit Mathilda den Vater nimmt. Die höhere moralische Aussage hinter diesem Film habe ich nicht so ganz verstanden.

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