Star Trek V – Am Rande des Universums (Die Geschichte von)

Ich mag die Weisheiten des Films. Dass William Shatner die Regie geführt hat, hat sich nur dezent auf die Rolle von Captain Kirk ausgewirkt. In diesem Teil legt sich unser Held mal so nebenbei mit Gott an und ist auch sonst die geilste Sau des gesamten Universums hoch zehn. Gleich am Anfang besteigt der berühmte Captain Freikletterer beispielsweise einen Berg im Yosemite-Nationalpark in Schelmenstrümpfen anstatt Leggins. Da Spok ihn unhöflicherweise ablenkt, stürzt er in die Tiefe und muss von seinem Offizier in Raketenschuhen gerettet werden. Nur Pille traut sich die Wahrheit über seinen Chef laut zu sagen. Kirk wird melancholisch, erzählt, dass er weiß, dass er einmal alleine sterben wird und schließlich fängt das Triumvirat zu singen an, was ich jetzt nicht unbedingt gebraucht hätte, doch der Liedtext wird clever in den Film eingebaut. Inzwischen haben sich Sulu und Chekov im Yosemite-Park verirrt, was ihnen peinlich ist. Uhura deckt ihr Geheimnis zwar, hat jedoch offensichtlich keine Lust ihnen zu helfen. Dann kann es auch schon losgehen.
Wieder einmal gibt es eine neue Enterprise, die jedoch zu früh vom Laufband genommen wurde. Noch nicht einmal der Sessel des Captains ist festgeschraubt. Ein unfertiges Schiff aus dem Hangar auf eine Mission zu schicken klingt zwar nicht logisch, bringt dafür aber reichlich Spaß und billigen Stress mit dem Beamer.
Inzwischen tümpelt der spiztohrige Sybok auf Nimbus III durch die Wüste und befreit einen Einheimischen von seinem psychischen Schmerz, der sicherlich darin wurzelt, dass er die hässlichste Zahnspange der Galaxie tragen muss. Nimbus III hat sich von einem Friedensexperiment zum Exil gemausert. Herzliche Gratulation an dieser Stelle. Dass auf der Wüstenkugel noch drei verkommene Konsule der Klingonen, Romulaner und der Föderation herumvegetieren, macht nicht unbedingt Sinn, hilft jedoch Sybok. Er nimmt mit seinem mentalen Aspirin auch ihnen ihren psychischen Schmerz, schließt sie seiner Truppe an, um die letzte Wahrheit zu finden, tut so, als würde er sie als Geißel halten und ruft nach einem Schiff der Föderation. Obwohl die neue Enterprise nur ein Schrotthaufen ist, wird natürlich Kirk mit der Mission beauftragt, weil er der einzige fähige Captain mit Erfahrung ist. Da fragt man sich zu Recht, was das eigentlich für ein Verein sein soll und wie der noch immer so viel Macht im Universum haben kann.
Spock glaubt nun Sybok von irgendwoher zu kennen und gibt nur langsam weitere News preis. Die wichtigste Information unterschlägt das Spitzohr jedoch geflissentlich. Auf Nexus III angekommen lenkt Uhura locker flockig Syboks gesamten Außentrupp mit einem Bauchtanz ab, auf den niemand im Universum gewartet hat, Kirk greift mit einer Truppe das Fort an, verzichtet beim Kampf weitgehend auf Phaser, um mit Männern und einer Katzenfrau zu ringen und läuft in eine Falle.
Inzwischen feuern die Klingonen schmerzbefreit auf einen Satelliten, fliegen einen kleinen Umweg, um genau zum dramatischen Zeitpunkt aufzutauchen, greifen ohne jeglichen Grund die Enterprise an und erzeugen billigen Stress. Erst jetzt offenbart Spock, dass Sybok sein Bruder ist und gefährdet damit das gesamte Schiff. Sehr umsichtig und logisch von unserem cleveren Spitzohr.
Sybok übernimmt die Enterprise und steckt Kirk, Spock und Pille in eine ausbruchsichere Zelle mit so großen Löchern, dass man aufpassen muss, nicht aus Versehen rauszufallen. Endlich offenbart Sybok seine Ziele. Dass sich die letzte Barriere der Galaxie genau im Zentrum befindet, macht jetzt nicht unbedingt Sinn, aber bis zur Ausbreitungswelle wäre es einfach zu weit gewesen. An dieser Stelle ergötzen wir uns an der deutschen Übersetzung „Am Rande des Universums.“ Dass die Enterprise in Wahrheit ins Zentrum fliegt, scheint nur ein unwichtiges Detail zu sein.
Die Reise geht los. Scotty knockt sich heroisch selbst aus, der Fluchtversuch des Trio Infernales schlägt fehl und Sybok nimmt allen ihren Schmerz. Spocks Vater fand beispielweise sein Kind bei seiner Geburt zu menschlich. Damit konnte er natürlich nicht rechnen, nachdem er sich mit einer Menschenfrau gepaart hat. Betrug! Selbstverständlich widersteht nur Shatner, ich meine Kirk, dem psychischen Hokus Pukus, da er seinen Schmerz braucht, um zu wissen, wer er ist. Nette Weisheit. Jetzt haben Spock und Pille auch keine Lust mehr überzulaufen und stellen sich gegen den Guru. Sybok hatte eine Vision von Gott bekommen, zum gelobten Land vorzudringen, was ihn jetzt nicht unbedingt glaubwürdiger macht. Die Enterprise erreicht die Barriere, durchquert ohne Probleme den Bildschirmschoner, also das letzte große Geheimnis der Menschheit und findet eine Welt. Sybok gibt das Kommando bedingungslos an Kirk zurück und die Hauptprotagonisten fliegen auf den Planeten.
Nun endlich kann Kirks Show beginnen. Erster Downer: Das Paradies ist etwas felsig und karg, Gott lässt obligatorisch auf sich warten, kommt mit Donner in Düsternis, fragt die Gäste wer sie sind und will seine Weisheit mit der Enterprise in die Galaxie bringen. Kirk wird zu Recht misstrauisch und fragt: „Wozu braucht Gott ein Raumschiff?“ Gott semmelt Kirk als Antwort einen Tunnel ins Face, was seiner Glaubwürdigkeit nicht gerade nützlich ist, da aus irgendeinem Grund alle Rassen, sogar die Klingonen, an einen liebenden Gott zu glauben scheinen. Klingt komisch, ist aber so. Der Möchtegerngott outet sich als Schurke, also nimmt ihm Sybok seinen Schmerz und opfert sich. Als Gegenleistung für den unnötig weiten Weg ins Zentrum des Universums zimmert nun Kirk seinerseits Gott einen Torpedo in die Visage. Inzwischen haben auch die Klingonen ohne Probleme die letzte große Barriere der Menschheit durchdrungen, doch der Konsul interveniert, schickt den klingonischen Captain auf die Stille Treppe und Spock donnert Gott noch einen Phaser oben drauf. Damit scheint dieser genug zu haben und zurück zu seiner Briefmarkensammlung zu gehen. Am Ende folgen noch einige schmalzige Sprüche und es wird noch ein letztes Mal gesungen.

Podcast herunterladen

Veröffentlicht unter Allgemein, Filme und Serien, Podcast | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Die Babysitter (Eine schrecklich nette Familie S1E7)

One Minute. Im Haus Bundy ist eigentlich alles wie immer. Mit einem Kind niederzukommen, muss eine der schönsten Erfahrungen sein. Ich war ne ganze Woche ohnmächtig. Mam, Kelly hat meinen Kopf an die Lautsprecher gefesselt. Ahhh! Plötzlich beschließt Marcy mehr Zeit mit den Nachbarskindern zu verbringen, um sie positiv zu beeinflussen. Warum verbringen wir nicht mehr Zeit mit Bud und Kelly? Sie bietet an, auf die Teufelsbrut aufzupassen. Das klingt so, als müsstest du mal weg. Ja, das hab ich auch mal gedacht. Aber dann sind Al und die Kinder über mich hergefallen und haben mich festgebunden. Sie mal, Steve und Marcy sind hier. Ja, ich weiß. Ich fahr schon lange um den Block, weil ich dachte sie gehen. Peggy möchte mit Al wegfahren, Al möchte lieber einen Boxkampf sehen, Das ganze Wochenende muss ich allein mit meiner Frau verbringen. Du bist der blödeste … Übrigens hast du Kabel? dieser läuft nur im Kabelfernsehn, also suchen sie sich ein entsprechendes Hotel. Al sieht nur ein Problem: Sie will wahrscheinlich Sex. In einem Anfall geistiger Umnachtung holen Steve und Marcy die Kinder in ihr Haus. Es ist beschlossen, ihr müsst bei ihnen bleiben. Al, warte auf mich. Dieses Zimmer ist wunderschön. Geh ins Bett, Peg. Also los. Ah, Spectorvision. Warte, bis ich meinen Gürtel ausgezogen habe und das ist dann alles. Kelly lädt ein paar Rocker ein Stehenbleiben! und das Verhängnis nimmt seinen Lauf. Als Peggy anruft und verkündet, dass sie am selben Abend wieder heimkommen, lassen die Rhoades die Kinder eine Party feiern, damit Al und Peg sehen, welch schlechte Babysitter sie sind und nie wieder fragen. Eines Tages kommen sie gar nicht mehr zurück. Ist das dein Plan? Du trommelst sie zusammen und jagst sie in die Luft? Doch Peg macht Al scharf, sie landen in der Kiste und vergessen auf die Rückreise. Al, du bist doch gut beieinander. Weißt du, ich hab einen ziemlich guten linken Haken, für einen Schuhverkäufer. Vielleicht sollten wir Steve und Marcy anrufen und ihnen sagen, dass wir heute doch nicht mehr kommen. Bald haben die Rhoades einen Grund ihr Haus zu sanieren.

Podcast herunterladen

Veröffentlicht unter Allgemein, Filme und Serien, Podcast | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Iron Man (Die Geschichte von)

Bei einer Preisverleihung soll der rüstungsindustrielle Multimilliardär und Playboy Tony Stark geehrt werden, wobei niemandem auffällt, dass er gar nicht anwesend ist. Und so nimmt seine rechte Hand „Obadiah Springfield“, kurz Obadiah den Preis entgegen. Tony fliegt nach Afghanistan, dem beliebtesten Urlaubsziel in Südasien, und wird von Terroristen entführt. So etwas kann einem den Urlaub ordentlich vermiesen. Die unangenehmen Zeitgenossen haben einen genialen Plan ausgetüftelt. Sie wollen unseren Meisteringenieur in eine Höhle mit allerlei Rohstoffen und Waffen sperren, damit er ihnen dort sein neues Raketensystem basteln kann. Als dieser Berge seiner Waffen im feindlichen Lager sieht, wird er nur dezent stutzig.
Einziges Problem: Um Tony zu entführen, haben ihn die Terroristen in die Luft gesprengt und wieder zusammengenäht. Nun sind fiese, kleine Metallsplitter in seiner Blutbahn auf dem Weg zu seinem Herzen, um ihm seine restlichen Tage zu ruinieren. Bei so einer lebensbedrohenden Situation kann die Konzentration schon etwas darunter leiden, weshalb Raketenbau nicht ganz oben auf seiner Agenda steht. Tony nutzt eine neuartige Energietechnik und einen Magneten und verdammt die Splitter somit vorerst an Ort und Stelle zu bleiben. In dieser entspannten Lebenssituation hat unser Held allerdings noch weniger Lust Raketen zu basteln, sondern kleistert sich stattdessen einen Iron Man Anzug zusammen und spaziert in die Freiheit. Die Terroristen präsentieren sich nicht gerade als Essenz der Kompetenz.
Kaum wieder zuhause angekommen kündigt Tony an, dass Starks Industrie nie wieder Waffen produzieren wird und beginnt einen richtigen Iron Man Anzug zu bauen. Etwas kontrovers, aber so ist er eben, unser Playboy. Erst nachdem eine Journalistin ihm erneut Fotos von seinen Waffen in Kriegsgebieten zeigt, erkennt er endlich, dass Obadiah die mistigen Dinger unter der Hand an die Gegner der USA verkauft und ihn entmachten möchte. Nicht gerade eine Glanzleistung unseres Helden, aber ich frage mich, warum die Terroristen Tony entführen, ihn einen Iron Man Anzug bauen haben lassen und in Massen gestorben sind, anstatt das Raketensystem einfach bei obadiah@amazone.org zu kaufen.
Unser Held verkloppt die Terroristen erneut in seinem Suit und gerät trotz des dezenten Rot-Gold-Anstrichs langsam ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Bald fragen sich alle, wer denn dieser ominöse Iron Man ist. Inzwischen trifft sich Obadiah mit den Terroristen, holt sich den alten Iron Man Anzug, tötet die unangenehmen Zeitgenossen, hadert etwas mit der Energiequelle und klaut Tony kurzer Hand die seine.
Obadiah setzt sich in einen Iron Man Anzug, tötet Agenten von Shields und liefert sich einen spektakulären Endkampf mit Tony Stark. Er hat definitiv den Größeren, aber unser Held den Raffinierteren … Anzug. Tony nutzt das Vereisungsproblem, lenkt Obadiah mit Täuschungskörpern ab und spielt mit ihm Verstecken, bis Pepper schließlich alles wegstromt. Ich weiß nicht genau, wie Obadiah nach dem Kampf und den vielen Morden offiziell die Firma hätte übernehmen wollen, doch er ist Geschichte, während unser Held zum Glück überlebt hat und sich endlich outet … als Iron Man.

Podcast herunterladen

Veröffentlicht unter Allgemein, Filme und Serien, Urlaub | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

James Bond – Moonraker (Die Geschichte von)

In Moonraker geht es um Drax, der die Menschheit vernichten und unter Wasser, nein, ich meine im Weltall eine neue Zivilisation aufbauen will, bis Stromberg, nein, ich meine Drax wieder als Weltherrscher auf die Erde zurückkehrt. Dabei muss Bond mit der russischen, nein, ich meine mit der amerikanischen Agentin Holly Goodnight, nein, ich meine Goodhead zusammenarbeiten, während diese ziemlich herumzickt. Dieser Teil besticht durch seine Einzigartigkeit und Ideen, die noch nie zuvor dagewesen sind. Immerhin schafft es Bond hier in den Weltraum vorzudringen und wird nicht schon beim Start ertappt.
Der Moonraker ist quasi ein Spaceshuttle. Er kann wie eine Rakete starten und dann wie ein Flugzeug landen. Die Amerikaner leihen der britischen Regierung einen Moonraker, den die Royal Airforce mit einer 747 huckepack überstellt. Wer kennt es nicht, das berühmte, ambitionierte, nicht existente britische Raumfahrtprogramm? Wahrscheinlich wollte die Queen einfach einmal ein paar Runden mit so einem Spaceshuttle drehen. Zwei Schurken schleichen durch die Korridore der komplett leeren 747, gelangen durch eine Luke, die überhaupt keinen Sinn macht, in den Moonraker und starten angedockt durch. Die Piloten haben keine Ahnung, was ihre Kontrolllämpchen zu bedeuten haben und folgerichtig explodiert die 747, während der Moonraker vollkommen unbeschadet entkommt. Er hat sicherlich ein Schutzschild vom Raumschiff Enterprise.
Bond ist gerade mit einer kleinen Maschine auf dem Weg von Afrika nach Groß Britannien, ist ja keine Distanz, und mit dem alten Rein-Raus-Spiel beschäftigt. Die Schurken wollen ihn töten und entscheiden sich für den sichersten Weg. Anstatt Bond zu erschießen feuern sie auf das Cockpit und springen mit den letzten Fallschirmen ab. Seit „Man lebt nur zwei Mal“ ist dies bis heute die Blaupause für eine coole Actionszene, wobei das Opfer mit 100%iger Wahrscheinlichkeit überlebt. Wer den Mord beauftragt hat und wo genau sich Beißer in der Nussschale während des langen Fluges versteckt hat, wird nicht näher thematisiert. Doch ich bin sicher, dass da noch eine ganz tolle Erklärung auf uns wartet. Beißer schlägt ohne Fallschirm in ein Zirkuszelt ein und ist offensichtlich unsterblich.
Bond bekommt für seinen Auftrag eine Spezialuhr mit Explosions- und Giftpfeilen und feuert diese zu Testzwecken im Büro ab, ohne zu wissen, welcher Pfeil gerade geladen ist. Er hat ab sofort immer den richtigen Pfeil im Rohr, während er sein Rohr in jeden Köcher steckt. Er beginnt mit seinen Ermittlungen bei der Firma Drax in Kalifornien, die die Moonraker herstellen. Drax ist so cool, dass er sogar den Eifelturm gekauft hat und bildet bereits seine Arier aus. Rassismus kann man der Reihe wirklich nicht vorwerfen!
Bond hat zum Glück erkannt, dass seine Inkognitos sinnlos waren, doch nun tritt er offiziell als britischer Geheimagent mit der Lizenz zu töten auf. Gibt es da nicht einen Mittelweg? Drax faxt nicht lange herum und erteilt ohne Umschweife einen Tötungsauftrag. Dies führt wieder einmal zu einer schier unendlichen Aneinanderreihung an kreativen Scheinmordversuchen, die Bond (Spoilerwarnung!) alle überlebt. Zumindest outet sich Drax sofort als Schurke.
Bond schläft mit einer absolut unwichtigen Mitarbeiterin von Drax, um an Informationen zu kommen. Ihr Schlafzimmer befindet sich selbstverständlich direkt neben dem Arbeitszimmer vom Boss, in dem auch dessen Safe steht, über den die belanglose Mitarbeiterin logischerweise genau Bescheid weiß. Natürlich gibt es bei so einer gigantischen Spaceshuttlefirma keine Sicherheitsvorkehrungen und Bond kann ohne Probleme im Zimmer des Mädels auftauchen. Er findet heraus, dass Drax ein Spezialglas in Venedig herstellen lässt. Dass seine Bettgeschichte nach dem Verrat getötet wird, scheint nicht zu stören.
Holly Goodhead ist eine CIA Agentin und Pilotin, die sich bei Drax eingeschlichen hat. Nach viel hin und her und rein und raus arbeitet sie schließlich mit Bond zusammen. Er fliegt nach Venedig, wo er sehr unterhaltsamen Scheinmordversuchen entkommt. Er findet bei der Glasfirma ein Labor, in dem Globen mit einem tödlichen Nervengas ausgestattet und dann nach Rio geschickt werden. Bond steckt eine Phiole mit der tödlichen Substanz in seine Brusttasche und prügelt sich unbesorgt durch Venedig. Ganz zufällig befindet sich auch Drax vor Ort, um ja sicher zu stellen, dass er der Schurke ist. Ein Weltvernichter möchte ja schließlich beachtete werden.
Bond und Holly fliegen nach Rio, wo er den ersten „That´s what she said“ Witz versaut und Beißer lernt seine zukünftige Freundin kennen. Bond findet nicht heraus, wohin die Globen weiter verschickt werden, erfährt jedoch, dass das Nervengas aus einer Pflanze vom brasilianischen Regenwald gewonnen wird. Da er auch die ungefähre Region kennt, ist es von hier aus nur mehr ein Kinderspiel. Er steigt einfach auf seinen Paragleiter, fliegt über ein paar tausend Quadratkilometer Urwald, landet an einer x-beliebigen Stelle und steht quasi schon vor der Haustür von Drax` nächster Station. Dieser ist natürlich auch gerade zufällig vor Ort. Glück muss man eben haben. Ausgerechnet jetzt beginnt Drax von Brasilien aus seine Moonraker mit seiner Arierbesatzung zu starten und anschließend die Welt zu vernichten. Seine Motive sind etwas spärlich, doch hin und wieder handeln Menschen auch einfach intuitiv, wenn sie über viele Jahre die Weltvernichtung planen.
James und Holly infiltrieren einen Moonraker und kommen auf eine Raumstation, die noch niemand von der Erde aus gesehen hat. Sie deaktivieren das Störsignal und die Amerikaner schicken ein Spezialraumschiff mit Einsatzkommando. So etwas steht schon einmal startbereit im Hinterhof, wenn man es benötigt. Vorbereitung ist das halbe Leben.
Drax schießt nun die Globen mit dem Nervengas in die Erdatmosphäre, während Bond Beißer darauf aufmerksam macht, dass weder seine Freundin noch er dem Arierwahn zur Wiederbevölkerung der Erde entsprechen und so wechselt der Killer die Seiten. Als die Amerikaner angreifen, will Drax sie abschießen. Genau wie Blofeld lässt er Bond neben der Steuerkonsole stehen, welcher natürlich die Gegenmaßnahmen verhindert. Es kommt zu einem Unterwasserkampf, nein, Laserkampf im Weltall. Bond und Holly töten Drax und vernichten die Globen. Dies ist die erste gemeinsame Zusammenarbeit von Amerikanern und den Briten. Kein Wunder, dass sie die unzähligen Kooperationen mit Felix Leiter ignorieren, der ja ohnehin Bond nur beim Umziehen geholfen hat. Bleiben nur noch zwei Fragen:

  • Warum verleiht Drax kurz vor der Vernichtung der Menschheit einen Moonraker, wo er ihn doch selbst benötigen könnte und dann wieder stehlen muss? Nur dadurch wurden die USA und Groß Britannien aufmerksam.
  • Warum wird das Pflanzengift von Brasilien nach Venedig geflogen, dort in ein Spezialglas umgefüllt und wieder nach Brasilien zurückgeflogen? Wäre es nicht etwas einfacher, das Spezialglas nach Brasilien zu schicken und das Gift dort direkt umzufüllen? Haben die noch nie etwas von diesem ominösen Klimawandel gehört?

Podcast herunterladen

Veröffentlicht unter Allgemein, Filme und Serien, Podcast | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Die Klette (King of Queens S1E6)

Arthur klaut gemütlich eine Zeitung und beginnt zu frühstücken.

Woher hast du das Wallstreet Journal. Der Nachtbarveranda?. Man darf sich eine Zeitung, die um halb acht noch nicht reingeholt wurde, wegnehmen.

Doug und Carrie wollen getrennt ausgehen, doch leider wusste unsere liebende Tochter nicht, dass ihr Vater auch etwas für das Nachtleben übrig hat.

Also, wo pilgern wir heute hin, Kinder? Heißer Jazz im Cottonclub, Preisboxen im Yankee Stadium.

Wahrscheinlich kennt sie ihren Vater erst seit kurzem.

So ist das eben mit den liebgewordenen Gewohnheiten. Freitagnacht, Partytime.

Doug nimmt Arthur aus Mitleid in eine Bar mit, wo dieser mit einer Zweiter-Weltkriegsgeschichte flext.

Ich sah ihn ersticken, an seinem Blut und er rief verzweifelt um seine Mutter. Oh, dumme Sache, hauptsächlich wir retten Europa.

Und anschließend Stress macht.

Jetzt verlassen Sie meinen Tisch, es sei denn Sie sind heiß auf einen Satz warme Ohren.

Doug muss einschreiten.

Ich dachte der Kerl würde uns kriegen, Doug, aber du hast ihm knallhart den Auspuff gezeigt. Wie nennt man so ein Manöver eigentlich? Rechts abbiegen.

Für seine selbstlose Tat bekommt er von Carrie eine horizontale Belohnung. Ihre genauen Bemühungen werden zwar nicht eindeutig spezifiziert, aber ich vermute dass ihr Mund oder Hintern in die ganze Sache involviert war.

Gestern ist Dougs große Stunde gekommen. Du meinst du hast. Genau das mein Freund. Masseltof.

Um noch mehr zu bekommen, verbringt Doug ab sofort jede freie Minute mit Arthur. Ich glaube ja, dass Carrie dies in ihrer meisterhaften Diabolik geplant hat und ihn mit der kargen Hoffnung zu Höchstleistungen anspornt. Schließlich fragt Arthur auch noch nach Spences Sexualität.

Wenn Sie bei Ihrer Mutter wohnen, wie regeln Sie das, wenn mal ein Mädchen bei Ihnen übernachtet? Na gut, wenn dann eben ein Junge bei Ihnen übernachtet. Eins von beiden wird es doch sein.

Heute gäbe es da ungefähr dreißig weitere Möglichkeiten. Als unser Rentner noch erfährt, dass Spence nicht nur bei seiner Mutter wohnt, sondern auch noch mit ihr in einem Zimmer schläft, eskaliert die Angelegenheit.

Sie teilen sich das Schlafzimmer mit Ihrer Mutter? Nicht das Bett. Jeder hat sein Bett und dazwischen steht ein großer, breiter Nachttisch. Lös sie mir ein Scooter.

Wie wäre es, wenn wir jetzt ein bisschen nach oben gehen und ich mich bedanke.

Doug beichtet Carrie seinen Plan und schlägt vor, sich nun um sie zu kümmern.

Und zwar genau in dem Moment, als eine Horde von Brautjungfern im Wohnzimmer nebenan feiert. Überraschend lehnt seine Frau ab. Trotz aller Bemühungen schafft er es nicht, die Angelegenheit mit Arthur zu besprechen.

Du warst in letzter Zeit sehr viel mit Doug zusammen. War sehr nett, wir hatten viel Spaß. Wieso hast du mich mitgenommen, wenn du das in Wahrheit gar nicht wolltest? Sag es ihm, Doug.

Und so muss er weiter Zeit mit Arthur verbringen, der sich sofort seinen nächsten Freund vornimmt.

Scooter hat gesagt, Sie wären nicht unbedingt der Hellste.

 

Podcast herunterladen

Veröffentlicht unter Allgemein, Filme und Serien, Podcast | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Zwei bärenstarke Typen (Die Geschichte von)

Doug wurde beim Fischen von einer Yacht belästigt, hat sie kurzerhand versenkt und wurde dafür eingesperrt. Da jedoch gerade zahlreiche Schwerkriminelle versuchen ein Zimmer im Knast zu buchen, wird er vorzeitig entlassen, packt seine sieben Sachen und geht in die nächste Truckerbar, um ein kleines Dutzend Hamburger zu verdrücken.
Zur selben Zeit rollschuht Rosco über den Highway, beglückt seine Mitfahrgelegenheit und erfreut sich seines Lebens, bis er fast von einem LKW überfahren wird. Er verfolgt den Übeltäter bis zur nächsten Truckerbar und versucht den Hallodri unter all den burgerfressenden Biertrinkern zu identifizieren. Als er keinen Erfolg hat, hetzt er Doug mit seinen bauchrednerischen Fähigkeiten gegen zwei Halbstarke auf. In einer kurzen schlagkräftigen Diskussion verbünden sich Rosco und Doug, klauen den LKW und ziehen weiter durchs Land. Obwohl sie den Truckern nur ein wenig auf die Finger geklopft haben, werden sie von der Polizei verfolgt und aufgehalten. Sie entkommen durch Roscos Bauchredekunst und visieren sofort den nächsten Flughafen zur Flucht an. Dort werden gerade die verspäteten Mason und Steinberg aufgerufen, also übernehmen unsere Helden kurzerhand deren Plätze ein. Vor 9/11 war alles noch einfacher und Pässe und Kontrollen galten als überbewertet. Unsere beiden Vorzeigebürger klopfen an die Tür des startbereiten Flugzeugs, werden eingelassen und nehmen Platz. Im letzten Augenblick kommt jedoch ein Agent der CIA und unsere zwei Landstreicher sehen sich schon im Kittchen. Zu ihrer Überraschung bittet er sie auf den Lokus und gibt ihnen einen Koffer mit einer Million Dollar. Verwundert, jedoch einspruchslos und professionell nehmen sie das Geschenk entgegen und fliegen damit nach Miami.
Dort angekommen verdrücken sie sich wieder auf das Lokus, doch nachdem einige Kinder Feuerwerksköper in einer Toilette gezündet haben, werden sie zum Schein verhaftet. Langsam dämmert ihnen, dass sie aus Versehen die Plätze der CIA-Superagenten Steinberg und Mason eingenommen haben. Schon seit ihrer Abreise wurden sie von Spider und seinem namenlosen Betthupferl beobachtet. Dies sind die Agenten des Bösewichts K1, die die echten Agenten entführt haben.
Die neuen Mason und Steinberg werden zu ihrem Vorgesetzten vor Ort gebracht, den alle nur Tiger nennen. Bei einem Rundflug erfahren sie von ihrem neuen Auftrag. K1 will die Welt vernichten oder etwas adäquat Böses anstellen und muss gestoppt werden. Auch wenn es nie erwähnt wird, vermute ich mal, dass unser Schurke in irgendeiner Verbindung zum observierten Hotel steht, in dem unsere neuen Agenten als reiche Texaner einchecken und Unfug treiben sollen. Eine beinahe unmögliche Aufgabe, die nur unsere beiden Supervagabunden mit Freuden bewältigen.
Bondtypisch werden unsere Helden zuvor noch mit Deo, Zahnbomben, Kreditkaten, Geld und Klopapier-Gadgets ausgerüstet, nur das Schuhtelefon bekommen sie nicht. Dummerweise ist der Zahnersatz ein Peilsender für einen Satelliten, weshalb sie nun nicht mehr einfach mit den Moneten abhauen können. Also checken sie im Hotel ein und beginnen mit ihren Recherchen.
Zum Glück nimmt ihnen K1 einen Großteil der Grundlagenarbeit ab und hetzt gleich mehrere Killerkommandos auf unsere beiden Halunken. Freilich wäre kein Superagent den zahlreichen Mordversuchen gewachsen, doch unser lieber K1 konnte ja nicht ahnen, dass die Superagenten durch Superlandstreicher ausgetauscht wurden. Nach schlagkräftigen Diskussionen enttarnen die beiden den feindlichen Agenten Würstchen, machen aus ihm einen Burger, nehmen den Hotelmanager in die Mangel und verfolgen Spider bis zu einem unauffälligen Restaurant. Hier erfahren sie, dass der Satellit explodiert ist, aber so kurz vor Schluss geben sie nicht auf und bringen die Sache zu Ende. Zum dritten Mal verdrücken sie sich auf das Lokus, welches sofort durchstartet und zum Schiff von K1 fliegt. Wer hier dumme Fragen stellt, bekommt eins mit der Kelle.
Endlich wird K1 enthüllt. Er will mit einer Explosion in der Atmosphäre alle Zahlen und Nummern löschen und anschließend die Weltherrschaft übernehmen. Wie? Ist doch ganz einfach. Sobald es keine Zahlen mehr gibt, kann niemand mehr seinen Namen aussprechen. Der Weg zur Weltherrschaft sollte dann nur noch ein Klacks sein. Doug und Rosco sind eigentlich parteienbefreit, doch da man sich ohne Zahlen nicht mehr an einer Million Doller erfreuen kann, verpfuschen sie den Raketenstart mit der Bauchredekunst, verprügeln die Schurken und fliegen mit dem Lokus wieder nach Miami zurück, wo die Ganoven sofort verhaftet werden. Tiger hat für das Ende der Mission dankenswerterweise schon alle Kreditakten storniert und das Geld zurückgegeben. Kurz bevor Doug in einem Wutausbruch ganz Miami versenkt, erfahren die beiden jedoch, dass sie beim Präsidenten auf einen Schluck Saft eingeladen sind.

Podcast herunterladen

Veröffentlicht unter Allgemein, Filme und Serien, Podcast | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Die stoische Ruhe des Drachenlords (Die Psyche des Drachenlords)

Während unser lieber Rainer mit A von einem Hotel ins andere quer durch Deutschland gemeddeld wird, habe ich mir gedacht, wir können uns einmal seiner herausragenden Psyche widmen, welche mich schon immer sehr stark beeindruckt hat. Sein Verstand ist etwas ganz Besonderes. Ich kann förmlich fühlen, wie mir schon jetzt zahlreiche Haider die Pest an den Hals wünschen und Pläne schmieden, mich zu jagen und zu erlegen. Doch am Ende dieses Videos werdet ihr ebenfalls von der beeindruckenden mentalen Kraft unseres Drachenlords überzeugt sein. Nur um meine Punkte zu unterstreichen zeige ich zu jeder geistigen Stärke auch die gegensätzliche Persönlichkeitsstörung bzw. psychische Krankheiten auf, über die unser Rainer selbstverständlich vollkommen erhaben ist.
Am meisten beeindruckt hat mich schon immer die stoische Ruhe des Rainer Winkler. Er schafft es damit ganze Videos zu füllen, in denen er lediglich lethargisch vor sich hinstarrt oder hin und wieder ein wenig mit seinem Kopf meddeld. Das nenne ich nachhaltigen Content. Wegen gewissen Inhalten über den Verkehr mit Tieren und Toten und der Präsentation seines Spatzis vor einem Jungmensch war sein Kanal nicht gerade kindertauglich, doch bei Menschen mit Schlafstörungen oder bei der Abstinenz von Narkose vor einer längeren Operation konnten viele von Rainers inhaltsarmen Streams wahre Wunder bewirken. Es kursieren Gerüchte über Zuseher, die nach seinen Videos erst Tage später wieder aus ihrem komatösen Zustand erwacht sind.
Damit ihr versteht, wie außergewöhnlich und majestätisch seine Ruhe ist, zeige ich euch hier Gegenbeispiele, die unser Held dankenswerterweise für dieses Video schon vor Jahren nachgestellt hat. Choleriker sind leicht erregbar, unausgeglichen, jähzornig und neigen zu Wutanfällen. Diese Emotionen kennt unser lieber Rainer gar nicht. Freilich hat er das ein oder andere Mal tatsächlich seine Kontenance verloren, doch ihr müsst zugeben, dass er die meiste Zeit lethargisch an die Wand gestarrt oder schweigend seine Spiele vermeddelt hat. Oft bewies er eindrucksvoll, dass man auch ohne jegliche Skills zahlreiche Let`s Plays produzieren kann, wenn man einfach die Schuld dem Game zuweist.
Vielleicht wäre der Sarkasmusalarm am Anfang meines Videos wesentlich hilfreicher gewesen, doch nun bleibt mir nur mehr demütig das Urteil der Haidergemeinschaft hinzunehmen. Freut euch schon auf die nächste Folge „Die Psyche des Drachenlords“.

Ein Dank geht raus an Rainer Wisgser, Ranger und alle anderen Haiderkanäle.

Podcast herunterladen

Veröffentlicht unter Allgemein, MCPM, Podcast | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Star Trek IV – Zurück in die Gegenwart (Die Geschichte von)

Ahoi liebe Kreativskeptiker. Mein Name ist Gebbi und ich heiße euch herzlich willkommen zur Geschichte von Star Trek IV – Zurück in die Gegenwart.

Der Titel, Zurück in die Gegenwart ist entweder ein Bruch der vierten Wand oder ich weiß nicht genau, was er mir sagen möchte oder The Voyage Home wurde einfach verdammt schlecht übersetzt. Vielleicht hat sich Leonard Nimoy gedacht, dass sich niemand mehr an Teil 1 – Der Film erinnern kann, da er einfach die komplett selbe Grundlage hergenommen hat. Irgendein übermächtiges, dieses Mal nicht im Geringsten näher spezifiziertes, Ding steuert auf die Erde zu, droht aus Versehen alles zu vernichten und muss von Kirk und Co auf friedliche Weise gestoppt werden. Wenn bei Star Wars dieselbe Handlung zwei Mal funktioniert hat, warum nicht auch bei Star Trek? Dafür ist die Geschichte wesentlich feiner ausgearbeitet. Jedes Crewmitglied des Bird of Prey hat dieses Mal ausnahmsweise eine eigene Aufgabe und Spock wird endlich ein bisschen menschlich. Doch nun zu den Details:
Eine Sonde, die wie ein abgebrochener Bleistift aussieht, bewegt sich auf die Erde zu und fängt aus Versehen an, die Meere zu verdampfen. Wer kennt sie nicht, die komplett übermächtige und überlegenen Dinger mit dem IQ von Brot, die aus Versehen das Leben von Milliarden gefährden? Die Crew der ehemaligen Enterprise befindet sich mit einem Bird of Prey der Klingonen auf Vulkan und macht sich auf den Weg zur Erde, um sich den Anschuldigungen der Föderation und der Klingonen zu stellen. Sehen Sie. Hier der Teufel in Menschengestalt. James T. Kirk. Da Kirk nun schon einmal unterwegs ist, sieht er sich die Sonde an. Sie sendet Walgesänge zur Erde – Spock? Wie ich vermutet habe. Die Signale der Sonde sind Lieder – Gesänge von Walen. – die jedoch nicht beantwortet werden können, da die Wale ausgestorben sind. Wie konnte denn das passieren? Die Wale existieren doch schon viel länger als die Menschen. Genau 10 Millionen Jahre. Dann bleiben keine Fragen mehr offen. Würde der Bird of Prey nun versuchen, die Sonde zu vernichten, könnte die Mannschaft neutralisiert werden. Dieses Risiko will man freilich nicht eingehen. Da ist es sicherlich viel einfacher, wenn sie mit dem Klingonenschiff in die Vergangenheit zurückreisen, dort Wale suchen und mittels zweitem Zeitsprung wieder zurückkehren, um die Tiere auf der Erde anzusiedeln. Diese Zeitveränderung könnte ja nur den Lauf des gesamten Universums verändern.
Und so muss ein kleiner Zeitsprung her. Nichts leichter als das. Das Klingonenschiff rast einfach auf die Sonne zu, beschleunigt auf Sprunggeschwindigkeit, also auf zehn Warp und bum! Sprunggeschwindigkeit erreichen. 9,5, 9,6. Schon sind sie in der Vergangenheit. Die genaue Zeit und den Ort kann jeder übrigens auf seiner analogen Armbanduhr einstellen. Einfach ein paar Jahrhunderte zurückdrehen. Sie landen getarnt im Park von San Francisco mitten auf einer Wiese. Unwahrscheinlich, dass da irgendjemand gegen die Außenwand donnert. Hey! Hey! Es kling nur logisch, Buckelwale in San Francisco zu suchen, anstatt die Meere abzusacannen und sie hochzubeamen. Und doch ergeben sich die nächsten Aufgaben der Crew überraschend sinnvoll. Kirk und Spock sehen sich zwei Wale im Meeresinstitut an, die freigelassen werden soll, der Zeitsprung hat die Energiekristalle in ihre wohlverdiente Pension geschickt, weshalb Chekov und Uhura ein Kriegsschiff mit Atomantrieb infiltrieren und Scotty und McCoy begeben sich zu einer Fabrik, um einen Tank für die Wale bauen zu lassen. Ich will nur anmerken, dass im vorhergehenden Teil der Bird of Prey mit einem guten Dutzend Klingonen besetzt war, während jetzt damit Wale, die größten Lebewesen der Geschichte der Erde, transportiert werden sollen.
Kirk trifft auf Jane, während Spock zu den Blumenkindern –  Er ist harmlos. In den 60er Jahren war er Mitglied einer Freiheitsbewegung der Blumenkindern – überläuft, Scotty gibt die Formel für transparentes Aluminium preis und bemüht sich somit sogar noch, die Zukunft zu gefährden und Chekov verletzt sich und kommt in ein Krankenhaus. Aus irgendeinem Grund ist ihm die lebensbedrohende Situation nicht gerade ins Gesicht geschrieben. Zum Glück muss McCoy nur ein bisschen mit seinem elektronischen Rasierapparat herumfuchteln und schon ist alles gut. Wie muss ich mir die medizinische Ausbildung im 23. Jahrhundert eigentlich vorstellen? Mir ist eine neue Niere gewachsen. Der Doktor hat mir eine Pille gegeben und mir ist eine neue Niere gewachsen.

Letztendlich werden die Wale ausgesetzt, Jane „schleicht“ sich auf die Enterprise und gemeinsam machen sie sich auf die Jagd. Dass gerade jetzt, wenige Stunden nach der Freilassung der Tierchen, bereits ein Walfänger hinter ihnen her ist, ist ein überaus glücklicher Zufall, denn damit wirkt die eigentliche Entführung der beiden viel mehr wie eine Rettung. Kurz die Uhren gestellt, auf die Sonne beschleunigt und die Crew landet im San Franzisco des 23. Jahrhunderts. Im letzten Moment können sie die Wale freilassen, die der Sonde antworten. Diese stellte ihre tödlichen Versuche ein und geht in Rente. Was zur Hölle wollte sie eigentlich?
Die Crew kommt zu dem Tribunal. Spock wird nichts vorgeworfen, doch er will mitverurteilt werden. Captain Spock. Sie sind nicht angeklagt. Mr. Präsident, ich gehöre zu meinen Kameraden. Ich glaube nicht, dass das so einfach geht. Flaniert mal zu einem Gefängnis und bittet die Wärter, dass sie euch ohne Grund einsperren. That’s not how it works. Außer Kirk werden alle freigesprochen. Der Admiral verliert seinen Rang und wird endlich wieder Captain. So ein Glück, denn nun darf er auch bei den nächsten beiden Teilen mitfliegen. Wir nennen das die klassische Win Win Situation.

Liebe Kreativskeptiker, Segel immer straff halten und auf zum Horizont!

Podcast herunterladen

Veröffentlicht unter Allgemein, Filme und Serien, Podcast | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Der Hochzeitstag (Eine schrecklich nette Familie S1E6)

Oh God, the world is ugly in the morning. It’s our anniversary. Did you brush your teeth this morning? No. You? No. Happy Anniversary, honey.

Al und Peggy haben Hochzeitstag und beschließen sich dieses Mal ausnahmsweise nichts zu schenken.

You gonna get me a tie again? Yeah. You getting me shoes, from your store?

In Wahrheit möchte der liebende Ehemann jedoch ein ganz besonderes Geschenk kaufen. Er verrät dies seinen Kindern, die es postwendend ihrer Mutter weitererzählen. Das hätte man wissen können. Peggy freut sich!

What a sweet man.

Und wittert sofort die Falle.

That sweet man would get me a great gift and I’ll be sitting there like a jerk with nothing for him.

Al schlendert gutgläubig in ein Geschäft und unterhält sich mit einem Kunden, während der Verkäufer seine Kreditkarte checkt.

See, the first thing I learned on my sixteen-year tour of duty, there is no more important thing than your anniversary. It’s just between the two of ya! You can show how you feel the rest of the year, but you don’t. ‘Cause you’re a man.

Von dieser beeindruckenden romantischen Ader ist in den restlichen 250 Folgen absolut gar nichts mehr zu erkennen. Inzwischen kauft unsere liebe Peggy ein teures Kleid, ein Geschenk und organisiert eine teure Party.

Would you like to be a chef? Nah, I’d rather be a man. It was a nice thought though, Bud.

Die Party beginnt.

Oh, a diary! Yeah, it’s Kelly’s.

Al muss eingestehen, dass seine Kreditkarte überzogen war und ist nun der Einzige ohne Geschenk. Doch er reagiert gelassen.

It’s out in the car, I’ll go get it.

Peggy ist sauer und Al fühlt sich miserabel.

You didn’t get her anything, huh? I tried to get her a watch, but… who is this guy? That’s Bobo.

Al wundert sich noch immer, warum seine Karte überzogen war, als ihm langsam die ersten Hinweise auffallen.

I used it to pay for this dinner today. Didn’t the guy give you a hard time about the card? You paid with the credit card too? Was that pretty penny plastic, Peg? Of course it was, Al. Ol’ Mr. Skinflint here kind of paid for everything, didn’t he? ‘Cause maybe you stuffed the credit card so much that when I tried to use it, it threw up. I’d like to thank everybody for their understanding in my hour of need.

Nun ist Al sauer, verzieht sich in die Garage …

Oh gee, you tore out my dashboard. Thanks.

… und baut Peggy, obwohl er unschuldig war, sein Autoradio ein. Sie entschuldigt sich auf einer metaphorischen Ebene und alles ist wieder gut.

I took it out my car and put it in yours. Hey, what’s the thing on the front seat? Oh, that’s your air conditioner.

Zumindest so gut, wie es im Hause Bundy sein kann.

Our song!

 

Podcast herunterladen

Veröffentlicht unter Allgemein, Filme und Serien, Podcast | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Predators (Die Geschichte von)

Mehrere Soldaten, ein Mitglied der Yakuza und sonstiges Futter werden bewusstlos vom Himmel geworfen, sollen während des Fluges aufwachen und dann nach einigen Momenten der entspannten Analyse ihrer Situation ihre Fallschirme aktivieren. Überraschenderweise gelingt dies bei den meisten ganz gut. Ein kleines Team formiert sich und rätselt, wo sie sich befinden. Sie verschießen ihre Munition voller Freude auf Alienstachelschweine, welche sie selbst aus nächster Nähe nicht treffen. Aber wenn man von Predators gejagt wird, ist Munition ohnehin überbewertet.
Bald wird klar, dass Royce der einzig Kompetente und die Frau die einzige Moral der Truppe sind. Als sie zu einem Tourismusaussichtspunkt kommen, hegen sie berechtigte Zweifel, dass sie noch auf der Erde sind. Die außerirdischen Tiere und Predators empfinden sie auch als starke Hinweise. Die Gruppe wurde also auf einen fremden Planeten gebracht, wo sie von schwerfälligen Predators gejagt werden. Zumindest laut eigener Aussage. Da diese Wesen eigentlich wie Eichhörnchen von Baum zu Baum springen, frage ich mich, was diese Gruppe dann als agil bezeichnet.
Die Truppe trifft auf den Cameoauftritt von Laurence Fishburne, der schon seit zehn Jagdsaisonen da und deshalb vollkommen wahnsinnig geworden ist. Da man am Ende erfährt, dass eine Jagdsaison nur wenige Tage dauert, klingt das cooler, als es eigentlich ist. Laurence führt alle zu seiner Unterkunft, wo ein Protagonist mit Inzest prahlt. Laurence versucht alle zu töten, doch da er ihnen ihre Waffen nicht abnimmt, ist das auch schnell das Ende seines Charakters. Obwohl anschließend alle im Gänsemarsch die Unterkunft verlassen, wird ein Mitglied plötzlich von der Gruppe getrennt und ist noch nicht einmal mehr in Hörreichweite. Der Kameratrick ist so billig, dass er von Uwe Boll stammen könnte. Die Fackeln auf diesem Planeten brennen kürzer als ein Streichholz und langsam werden sowohl Menschen als auch Außerirdische dezimiert.
Der nächste Predator tritt mit einer Dreipunktlandung auf, obwohl er nur zwei Meter in die Tiefe springt. Vielleicht sind diese Artgenossen doch nicht so agil, wie der Typ, der damals gegen Schwarzenegger gekämpft hat. Der Yakuza liefert sich noch einen Schwertkampf mit einem Predator, in dem er wie ein Stier anstürmt und wieder wegläuft. Beide sterben. Ole! Wir nennen das die klassische Win-Win-Situation!
Royce befreit einen gefangenen Predator, nimmt sich dessen Schiff und will fliehen. Der Predator sprengt es, doch wir erkennen, dass Royce gar nicht im Schiff war. Wer von uns könnte nicht ein außerirdisches Raumschiff auf Autopilot schalten und damit seinen Tod vortäuschen? Der Trick zerstört jedoch einfach nur eine der wenigen Fluchtmöglichkeiten.
Plötzlich offenbart der Arzt, der bis jetzt immer nett war, dass er zu viel Hostel gekuckt hat und ein psychopathischer Serienkiller ist. Er würde gerne hierbleiben, doch Royce tötet ihn und es kommt zum Endkampf. Auch wenn vorher Granaten einen Predator töten konnten, so bekommt dieser nun aus nächster Nähe nur ein wenig Kopfschmerzen. Royce verzichtet auf sein Gewehr und greift mit einer Steinaxt und ebenfalls mit der bewehrten Stiertaktik an. Dass der Predator mit seinen diversen Sichtmodis nicht sieht, wenn ein Mensch aus zehn Metern Entfernung anstürmt, macht nicht wirklich Sinn, doch wieder richtet es die Kameraperspektive. Der letzte Predator stirbt und neuer Spaß wird für die nächste Jagdsaison vom Himmel abgeworfen. Man erfährt nicht das Geringste über die Hintergründe und somit fühlt sich alles ziemlich offen an.

Podcast herunterladen

Veröffentlicht unter Allgemein, Filme und Serien, Podcast | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar