Ein offener Brief an Präsident Donald Trump (MCPM)

 

Sehr geehrter Herr Präsident oder wie wir Sie früher nannten: Sehr geehrter Stinker aus der Latrinengasse!
Als erstes möchte ich Ihren Wählerinnen und Wählern gratulieren. Sie alle haben eine kostenfreie Rektaluntersuchung gewonnen. Und natürlich möchte ich auch Ihnen, Herr Präsident, in diesem Brief recht herzlich gratulieren und mich mit einer kleinen Bitte an Sie wenden.
Doch lassen Sie mich zuerst ein paar Wort zu unserer gemeinsamen Vergangenheit verlieren. An jenem Tag, als Sie geboren wurden, war ich bei der Darwin-Polizei beschäftigt und wurde beauftragt, Sie zu prüfen.
Nach geltendem Recht hätten Sie eigentlich schon als Baby auf den elektrischen Hochstuhl gehört, doch ich hatte in diesem Monat vergessen die Stromrechnung zu bezahlen und beließ es bei einer scharfen Verwarnung.
Für meine Unzulänglichkeit möchte ich mich bei der Bevölkerung dieses Planeten entschuldigen. Ihre ersten Lebensjahre waren mehr als fragwürdig und es wurde auch nicht besser, nachdem Sie Ihre Eltern beim Kinderbasteln im Schlafzimmer überrascht hatten.
Ich trat freiwillig von meinem Posten zurück und sah Sie erst wieder, als ich Affenwärter im Zoo wurde und Sie gerade auf eine Adoption als Autist im Zirkus hofften. Ein ärztliches Attest verhinderte dies jedoch mit folgender Begründung:
„Nur selten weist ein einzelner Mensch alle gefährlichen psychischen Erkrankungen auf, doch Donald vereint diese mit einer weiteren Komponente. Wenn Blödheit blind machen würde, wäre er orientierungslos und hoffentlich muss er nie Flugzeugträger nach Asien schicken!“
Ich gab mein Bestes, um meinen Fehler wieder gut zu machen, versuchte Ihnen im Gehege das kleine Eins Plus Eins zu lernen oder Sie beim Sport wenigstens zu einer kleinen Frühlingsrolle zu verleiten.
Meine Versuchungen blieben vergebens und sie wurden auch kein Stück zu schlau. Als wir Sie dann in die Freiheit entlassen mussten, um die anderen Affen zu schützen, aßen wir noch ein letztes, gemeinsames Kotelett, trotz meiner Bedenken, dass dies in ihrem Fall an Kannibalismus grenzen würde.
Seit ihrer Regentschaft anerkennt sowohl die Biologie, als auch die katholische Kirche, dass die Genetik die grausamste Naturgewalt unseres Planeten ist und somit scheute ich jeden Kontakt, da ich befürchten musste, dass ein Gespräch mit Ihnen meinen Intelligenzquotienten halbieren würde.
Wann immer ich Sie im Fernsehen sah, hatte ich zwei Gedanken: Tolle Frisur, wenn die einmal in Mode kommt, dann hat er sie schon. Und: Der Mond ist voll und ich hab auch schon Durst. Oh mein Gott, was hab ich getan?
Ich flüchtete mich in den Alkoholismus und vermied es, Ihr Leben in den vergangenen Jahren zu beobachten, doch plötzlich erhoben Sie sich aus dem Dunst eines intelligenzbefreiten Landes und bewarben sich als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.
Und nun haben Sie es geschafft und nach einem dreiviertel Jahr im Amt wollte ich nun das erste Resümee ziehen. Sie haben ihre Karriere als Präsident überraschend schwach angefangen, dafür schnell nachgelassen.
Während Europa an Schrödingers Flüchtlinge glaubte, sprachen Sie, zu Recht, eine Reisewarnung für den Kontinent aus, gestanden jeder Minderheit ihre Vorurteile zu und standen für gleiche Diskriminierung für alle – außer für sich selbst, denn Sie sind gleicher. Das kommt wohl daher (natürlich inoffiziell), dass Ihre Eltern wohl eineiige Zwillinge waren.
Im Vergleich zu Ihnen bin ich Abschaum. Ich würde zwar nie vergessen, welches Land ich gerade bombardiert habe und Massenmord mit Schokoladekuchen in Verbindung bringen, doch vielleicht sind Ihre Bomben ja nicht tödlich. Vielleicht befreien sie die Menschen ja lediglich von ihrem Stoffwechsel.
Ich fürchte mich im Flugzeug auch nicht vor Terroristen, lediglich vor Piloten die nach der Landung selbst zu klatschen beginnen, doch wer bin ich, um Ihre Methoden in Frage zu stellen? Sie sind Präsident und das Volk und die Natur werden sich schon etwas dabei gedacht haben.
Ich möchte meinen Brief natürlich positiv beenden, wünsche Ihnen alles Gute und gratuliere Ihnen zu Ihrer bisherigen Amtszeit. Sie haben Ihre Sache für Ihre Verhältnisse wirklich gut gemacht! Natürlich hätte man sie auch richtig machen können!
Letztendlich will ich Sie nur um eines ersuchen: „Bitte ignorieren Sie unverdientes Lob! – und zum eintausendsten Mal BITTE!
Ihr HD Somebody Else oder wenn es hilft: Ein Wähler!

Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, der Außenpolitik hauptsächlich über Twitter betreibt, lässt durch sein Verhalten, Mimik und Gestik, seiner Vergangenheit und auch durch das Verhalten seiner Frau, Melania Trump, gleich mehrere psychische Erkrankungen erahnen.
Dies ist auf unserer Welt nicht so ungewöhnlich, doch in der Position eines Präsidenten eines der mächtigsten Länder der Erde ist dies mehr als bedenklich. Es vergeht keine Woche, in der Trump nicht etwas derartig verstörendes macht oder sagt, dass ich nur noch die Bitte in meinem offenen Brief äußern konnte!

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