Top 5 PlotFAILS 13 – Cloud Atlas, James Bond, Journey, uvm (MCPM 136)

Top 5: Journey 2: The Mysterious Island (2012)
Wieder einmal versucht jemand Jules Verne zu verfilmen. Abgesehen von einigen Onelinern sind die Gespräche jedoch eher wie ein besonders unangenehmer Zahnarztbesuch und eigene Kreativität muss man mit der Lupe suchen.
Der Junge Sean rebelliert zwar nicht nachvollziehbar, bringt seinen Ziehvater jedoch so dazu, einen Code eines Verwandten zu knacken und die geheimnisvolle Insel zu suchen. Dass sie sich dafür in Lebensgefahr begeben, ist nebensächlich.
Sean findet seinen Verwandten. Dieser sitzt auf der Insel fest, hat seine Position dennoch in einem Code übermittelt, weil es sonst langweilig wäre. Schließlich versuchen alle von der Insel zu entkommen.
Ist es tatsächlich so schwer, einen halbwegs guten Abenteuerfilm zu produzieren und endlich wieder einmal eine neue Geschichte zu erfinden und nicht ständig zwischen der Schatzinsel und Verne herumzuswitchen.
Zumindest spiel Dwayne Johnson Gitarre und singt. Das ist ganz witzig.

Top 4: James Bond: Leben und Sterben lassen oder „Der rollige James!“
Bond ist die Ruhe in Person. Nach einem Mordversuch mit einer Schlange in seinem Hotelzimmer folgt der obligatorische Beischlaf an Ort und Stelle. Glücklicherweise greifen die Gegner in diesem Film nie zwei Mal hintereinander an.
Nachdem Bonds Gehilfin im feindlichen Territorium getötet wurde, schläft Bond einfach mit der Freundin des Bösewichts an Ort und Stelle im Gebüsch, da die gerade verfügbar war. Der Böse schickt einen Hubschrauber, augenscheinlich um zu spannen, da er Bond nicht angreift.

Top 3: Der rote Korsar
Ein Hörspiel auf YouTube, das wie die Zusammenfassung eines Romans wirkt.
Harry ist an irgendeinem Hafen und fährt mit seinen Freunden zu einem Schiff, das weit draußen ankert. Er wird vom Kapitän sofort als erster Offizier angenommen. Er muss seine Freunde, die alles für ihn tun würden, zurücklassen, während er ein letztes Mal an Land geht.
Dort wird ihm direkt die Position des Kapitäns auf der Delphin angeboten. Offensichtlich ein kompetenter Junge. Er lässt seine treuen Freunde sofort zurück und segelt los. Das nenne ich wahre Freundschaft.
Auf dem Schiff befindet sich noch irgendeine Frau. Das andere Schiff verfolgt Harry und will ihn entern, doch beide geraten in einen Sturm. Harry landet letztendlich wieder auf dem ersten Schiff. Der Kapitän ist der rote Korsar.
Dieser findet Gefallen an Harry, der ihn jedoch durch ein flatterndes Segel an seine Verfolger verrät. Harry darf auf das andere Schiff und es beginnt der Kampf, den der Korsar gewinnt. Wir haben wieder dieselbe Ausgangssituation wie anfangs und ich werde langsam müde.
Es kommt heraus, dass die x-beliebige Frau Harrys Mutter ist und der Korsar verschont ihn ein weiteres Mal. Warum, fragt hier keiner mehr. Am Ende kommt der Korsar in Harrys Hütte um zu sterben. Ich hab die Spannung kaum noch ausgehalten.

Top 2: Lost in Translation
Mit herkömmlichen Liebesfilmen könnte man mich wahrscheinlich mehrmals um die Welt jagen, doch Geschichten aller „Lost in Translation“ liebe ich. Während der Film in japanisches Flair abtaucht, findet die Beziehung zwischen den Protagonisten nur im Kopf statt.

Top 1: Cloud Atlas
Dieser Film versucht, sechs Kurzgeschichten in verschiedenen Zeitepochen zu erzählen, in denen immer wieder gleichzusehende „Reinkarnationen“ vorkommen. Die Idee und die Übergänge sind einfach fantastisch, doch leider verliert man schnell die Orientierung.
Das größte Problem für mich ist jedoch, dass der Metaplot fast gänzlich fehlt. Die Geschichten verbindet ein klares Statement gegen Rassismus und Unterdrückung. Die restlichen Verbindungen zwischen den Kurzgeschichten sind jedoch leider sehr dünn.

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