Top 5 PlotFAILS 16: Ant-Man, Mount Dragon, Holy Horror, James Bond, Poseidon (MCPM 148)

Top 5: Poseidon (2006) mit Kurt Russell
Die grundlegende Idee für diesen Film war wohl, dass eine einzige Welle über das Meer fegt, der stellvertretende Kapitän ein Kreuzfahrtschiff quer zur Welle stellt, damit es auch ganz sicher umkippt und die Protagonisten dann Upside Down fliehen müssen.
Die Charakterisierung könnte kaum unnötiger sein. Da ist der ehemalige Bürgermeister und Feuerwehrmann aus New York, eine blinde Passagierin mit einem kranken Bruder, ein Ex-Marinesoldat, eine ledige Mutter und ein betrunkener Antagonist, der gleich am Anfang stirbt. Keine Charakterisierung ist wichtig oder wird gar zu Ende geführt.
Auf die Dramaturgie wurde beinahe gänzlich vergessen. Egal, wie bedrohlich eine Szene ist, am Ende wird der Gefahrenbereich in aller Ruhe verlassen. Der Film handelt von einer Gruppe, während alle anderen Passagiere sterben, nur um zu rechtfertigen, dass sich die Hauptprotagonisten abgespalten haben.
Und ständig explodiert auf diesem Schiff irgendetwas.

Top 4: James Bond – Moonraker (1979)
Der Antagonist Drax verleiht ein Spaceshuttle namens Moonraker an die britische Regierung und entführt es dann wieder, weil er es angeblich benötigt. In Wahrheit macht er dies alles nur, damit James Bond auf den Weltvernichtungsplan kommt.

Top 3: Holy Horror
Dies ist eine Hörspielreihe mit einem Genremix aus Horror, Thriller und Science-Fiction angelehnt an namhafte Autoren wie Bram Stoker, Robert Lois Stevenson, Edgar Allen Poe, H. P. Lovecraft und Robert E. Howard.
Die erste Folge „Das Schloss des Todes“ kann man auf YouTube anhören und die Sprecher sind fantastisch. Der alte Chronist der Heldengruppe ist gestorben, weshalb sie einen neuen, jungen Chronisten anheuern. Dieser erzählt auch die Geschichte, doch wird hier einfach nichts erklärt.
Während die Helden zeitweilig so tun, als wären sie die Bösen, muss man an den Geräuschen erraten, wer gerade enthauptet wird und es liegt an der eigenen Fantasie, wie sich der epische Kampf gegen eine freche Tür genau gestaltet, bei dem das Schoßhündchen der Protagonisten schwer verletzt wird. Hier wurde wohl Film und Hörspiel verwechselt.
Und wie immer folgt man dem Grundsatz: Gemeinsam hätten wir eine Chance, wir sollten uns trennen.

Top 2: Positiv: Mount Dragon: Labor des Todes (1996)
Das Buch stammt von Douglas Preston und Lincoln Child. Zwar werden die ultraschnellen Kilobitleitungen heute niemanden mehr hinter dem Tisch hervorholen, doch die beiden Jungs haben ordentlich recherchiert, erklären auf spannende Art und Weise und haben sich eine interessante Bedrohung für die Welt ausgedacht. Und gerade das Ende ist für 1996 eine nette Zukunftsvision.

Top 1: Ant-Man (2015)
Wie könnte man einen mittellosen, geschiedenen, vorbestraften und jobsuchenden Vater für eine gute Sache rekrutieren? Man bietet ihm ein Gehalt an. Natürlich kann man ihn auch, wie bei Ant-Man, zu einer Straftat überzeugen und ihn dann illegal aus dem Gefängnis holen, damit er anschließend gesucht wird, was der eigentlichen Sache schadet.
Michael Douglas könnte kaum ineffizienter arbeiten. Er belügt seine Tochter unnötig über ihre Mutter und schließlich erfährt man, dass das unglaubliche Geheimnis lautet, dass diese heldenhaft gestorben ist. Ja, so etwas kann einen Teenager schon brechen.
Und um Ant-Man irgendwo einzuschleusen, schleusen sie zuerst seinen Freund ein, damit er den Wasserdruck in einem Rohr verringert, damit schließlich Ant-Man in das Gebäude schwimmen kann. Ant-Mans Kollegin ist schon im Gebäude und sein Auftraggeber kommt auch einfach so hinein. Wie bei Mission Impossible ist dies wieder einmal der komplizierteste Weg irgendwo einzusteigen.

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