James Bond – Der Spion, der mich liebt (Die Geschichte von)

Ein britisches und ein russisches Atom-U-Boot haben einen Stromausfall, müssen auftauchen und werden von einem gigantischen Schiff vernascht. Da die beiden Länder dem Verschwinden ihrer Nuklearwaffen mit eher gesetzten Gefühlen gegenüberstehen, schicken die Briten Bond und die Russen die Agentin X. Dummerweise hat der Stecher von X den Auftrag Bond zu töten. Da James seinerseits darauf jedoch überhaupt keinen Bock hat, dreht er den Spieß um. X erfährt vom Tod ihres Romeos, jedoch nicht, wer der Mörder ist.
Jemand hat ein U-Boot-Ortungssystem erfunden, was laut Q ganz einfach ist. Ich finde den Namen schon schwer. Bond soll in Kairo die Pläne des Systems zu einem astronomischen Preis kaufen, was nicht unbedingt Sinn macht, wenn das Spielzeug jeder Hobbybastler zusammenschrauben kann. Aber vielleicht hat da der Techniker aus ihm gesprochen, denn kurz darauf sehen wir den Antagonisten Stromberg, der immerhin einen Doktor und einen Professor benötigt hat, um das System zu basteln. Er beauftragt seine Schergen Sandor und Beißer den Mikrofilm über das U-Boot-Ortungssystems zurückzuholen. Sandor soll dabei alles tun, was Beißer sagt. Das stelle ich mir etwas schwer vor, da Beißer nie spricht. Aber die beiden haben sicherlich viel Spaß, wenn der Hüne pantomimisch darstellt, dass alle, die mit dem Mikrofilm in Berührung kommen, getötet werde müssen. Ich denke hier an eine Szene aus der sterbende Schwan.
Bond stolpert von einem Mordversuch zum nächsten und überlebt durch Skill und Scharm. Beispielsweise küsst er einfach eine feindliche Verführerin, die sich gleich darauf für ihn opfert. Da könnte man als Mann die 70er fast vermissen. Sandor stirbt und Beißer vampirisiert die Kontaktpersonen. Bald treffen Bond und X aufeinander und versuchen sich auszubooten. Selbstredend ist es sehr schwer, zwei feindliche Agenten miteinander zu verkuppeln, doch Beißer nimmt diese Herausforderung heroisch an. Er kutschiert das angehende Pärchen die ganze Nacht durch die Wüste, liefert ihnen einen teamworkfordernden Kampf in einer romantischen Ruine und zertrümmert ihr Auto, anstatt sie zu töten, damit sie zu einem gemeinsamen Spaziergang gezwungen werden und anschließend mit einem Boot zum nächsten Treffpunkt schippern können. Endlich beschließen Russland und Britannien zusammenzuarbeiten. Der Mikrofilm führt die beiden Agenten zu Strombergs Meereslaboratorium bei Sardinien. Auf dem Weg schafft es Beißer endlich, dass die beiden in der Kiste landen.
Bond und X bekommen eine Audienz bei Stromberg und werden von dessen Mitarbeiterin abgeholt. Sofort wird X eifersüchtig und das neue Glück droht zu zerbrechen. Beißer identifiziert die beiden und beißt sich aus Wut in den Allerwertesten, weil er jetzt noch mehr kuppeln muss. Stromberg will eine Unterwasserstadt bauen. Ansonsten diente der kurze Termin wohl nur dazu, Bond und X zu entlarven und gleichzeitig das U-Boot-Entführungsschiff preiszugeben. Eine typische Win-Win Situation. Beißer muss nun seinen Untergebenen pantomimisch darstellen, dass sie versuchen sollen, Bond mit einem Straßentorpedo, der als Beifahrersitz an ein Motorrad geklebt wurde, zu töten. Sollte dies nicht klappen, soll die Mitarbeiterin mit dem Hubschrauber angreifen. Stell ich mir für unseren Hünen fordernd und lustig vor. Ein gleichzeitiger Angriff kommt nicht in Frage, da dieser unser frisches Liebespaar ernsthaft gefährden könnte. Vielleicht ging auch irgendetwas bei der pantomimischen Übersetzung schief, doch ich glaube, dass Beißer das junge Glück nicht gefährden wollte. Zum Glück ist Bonds Auto gleichzeitig ein U-Boot, mit dem er die Mitarbeiterin abraketen kann. Nachdem sie tot ist, beginnt Bond mit der Empfangsdame zu flirten. So ein Flegel. Dummerweise kommt X gerade jetzt darauf, dass Bond ihren Ex beim Skifahren getötet hat und schwört nach dem Auftrag Rache.
Die beiden Agenten begeben sich auf ein U-Boot, das gleich darauf vom Katamarischiff aufgefressen wird. Es folgt die Motivation des Antagonisten: Er will eine neue, wundervolle Welt im Schoß der Ozeane erschaffen. „Unsere Zivilisation, unsere Lebensweise ist korrupt und dekadent.“ Stromberg will mit den Atomraketen die Welt vernichten. Bei welchem Arbeitsservice hat er so viele Mitarbeiter gefunden, denen es egal ist, nach der Arbeit ständig unter Wasser leben zu müssen? Doch zum Glück befreit Bond die Crews der anderen beiden U-Boote, übernimmt die Kommandostation und wendet die beiden feindlichen Einheiten gegeneinander. Die Raketen beschreiben eine übliche Flugbahn und zerstören das jeweils andere Ziel. Da ihre Bahn jedoch auf einem Globus dargestellt wird, würde das einen lächerlich großen Umweg vom Äquator über den Nordpol zurück zum Äquator bedeuteten und viele Stunden dauern, während Bond bewegungslos den Vorgang verfolgt. Aber irgendwie funktioniert es und die Welt ist gerettet.
Nun muss Bond nur noch X aus Strombergs Flossen retten. Dieser sichert seine Festung natürlich nicht ab, sondern schickt Bond sogar noch den Fahrstuhl hinunter. James hat nun endgültig genug und tötet den Wassernazi. Der Stress am Ende ist hausgemacht, da die eigenen Leute ohne triftigem Grund auf die Festung feuern, aber man will es ja spannend und eine nasse X. Beißer lässt sich auch noch einmal sehen und schafft es im Endkampf, dass X Bond vergibt und mit ihm am Sofa ein weiteres Nümmerchen schiebt, während der Schurke einen Hai vernascht.

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Ein Kommentar zu James Bond – Der Spion, der mich liebt (Die Geschichte von)

  1. 030 sagt:

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