Monitarisierungen und ihre Folgen (Gefährliches Halbwissen 169)

https://www.youtube.com/channel/UCMMOKeMTiS1AKL5EcRY1Zkg/videos?view_as=subscriber

Die Monitarisierung in der Unterhaltungsindustrie ist mannigfaltig und wird immer umfangreicher. Bei Musik zahlt man für die CD und die Sonderversion auf der Single, für das Musikvideo im Fernsehen und den Song im Radio und schließlich im Konzert und am Ende noch auf der Best Of CD, auf der sich natürlich noch ein neues, exklusives Lied befindet. Filme bezahlen wir in den Kinos, dann auf On Demand, beim Kauf der DVD, im Fernsehen, bei Amazon und auf Netflix und schließlich noch bei Spezialeditionen und Extended Versions.
Doch nirgends ist die Monitarisierung vielfältiger als bei Videospielen. Tripple A Games können zum Vollpreis im Fachhandel oder auf Plattformen bestellt werden, wobei billigere Produktionen und Independent Titel meist Abstriche machen müssen. Steam lockt mit Vergünstigungen, Bundles und Summersales und Epic mit Gratisspielen, wenn man das hauseigene Programm installiert.
Sobald Computerspiele auf dem Markt sind, können sie durch Addons und DLCs erweitert werden, um zusätzliches Geld zu lukrieren. Oder Games finanzieren sich rund um die Uhr. Hier muss regelmäßig bezahlt werden, um überhaupt Zugriff zum Spiel oder zu besonderen Inhalten oder Servern zu haben.
Dann gibt es noch die Microtransations, in denen scheinbar nur kleine Beträge überwiesen werden, die sich jedoch ordentlich summieren können. Hier beginnt die Bandbreite bei Free to Play, wo man maximal an die Produktionsfirma spenden kann und geht bis zu Pay to Win, wo jener, der mehr Geld bezahlt, auch mehr Vorteile hat. Dies kann schnell in den vierstelligen Bereich gehen. Viele Spiele siedeln sich jedoch irgendwo in der Grauzone dazwischen an. Schließlich sind da noch die Glückspiele mit ihren Lootboxen, Card Packages und anderen Überraschungstüten, in denen der Spieler nicht weiß, was er bekommt.
Doch warum sollte man mit der Monitarisierung überhaupt warten, bis das Produkt fertig ist? In Beta-, Alpha- und Pre-Alpha-Versionen können die Spieler kostenpflichtig für die Hersteller testen, bei der Vorbestellung darf man sich schon freuen, wenn das Produkt überhaupt zum angegebenen Zeitpunkt in die Läden kommt und beim Crowdfunding hat man noch nicht einmal die Garantie, dass das Game überhaupt irgendwann einmal in den Handel kommt.

Podcast herunterladen

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, MCPM, Podcast abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.